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Zuletzt aktualisiert: 16.05.2011 um 22:19 UhrKommentare

Inflation: Teurer Tank, teurer Teller

Die Teuerung hat sich in Österreich im April noch einmal weiter verschärft: Sprit und Lebensmittel treiben die Inflation auf 3,3 Prozent. Ein wöchentlicher Einkauf ist binnen eines Jahres um fast sieben Prozent teurer geworden.

Foto © Gradt - Fotolia.com

Sie steigt und steigt und steigt - die Inflation in Österreich und der Euro-Zone ist weiterhin auf Kletterkurs. Im April stieg die Inflation im Vergleich zum Vorjahr auf mittlerweile 3,3 Prozent. Als größte Preistreiber fungieren weiterhin die Ölprodukte, gefolgt von Nahrungsmitteln. Die Ausgaben für Tanken, Wohnen, Nahrungsmittel verursachen fast die Hälfte der Inflationsrate. Unter dieser Preisrallye der Alltagsprodukte stöhnen die Konsumenten besonders.

Diese oftmals als "gefühlte Inflation" bezeichnete Preisentwicklung bildet sich am ehesten im sogenannten Miniwarenkorb ab, der einen wöchentlichen Einkauf widerspiegelt. Der Miniwarenkorb beinhaltet rund 60 Produkte, inklusive Lebensmittel, Sprit, Parkgebühren, Toiletteartikel, Waschmittel und Tierfutter. Beim Miniwarenkorb ergibt sich laut Statistik Austria im Jahresabstand eine Verteuerung von 6,7 Prozent. Das heißt: Der wöchentliche Einkauf ist in Österreich im Schnitt um fast sieben Prozent teurer als noch vor einem Jahr.

Einen eigenen Warenkorb errechnet die Statistik Austria auch für Pensionisten, dieser sogenannte Pensionisten-Preisindex steigt ebenfalls stärker als der allgemeine Verbraucherpreisindex.

Aufkeimende Inflationssorgen haben im April auf die Stimmung der österreichischen Verbraucher gedrückt, heißt es im aktuellen Konjunkturindikator der Bank Austria. Insgesamt würden die Konsumenten jedoch weiterhin mit großem Optimismus in die kommenden Sommermonate blicken. Wie wird sich die Inflation weiter entwickeln?

"Die Inflationsrate wird auch in den nächsten Monaten über drei Prozent bleiben und könnte über den Sommer sogar 3,5 Prozent erreichen", so die Einschätzung von BA-Chefökonom Stefan Bruckbauer. Er erwartet nach einem Höhepunkt im Sommer im weiteren Jahresverlauf einen Rückgang der Inflation.


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