Starker Franken trieb Schulden der Österreicher in die Höhe
Starker Kursanstieg blähte das Kreditvolumen auf. Spareinlagen gesunken, aber starke Aktienkurse vermehrte das Geldvermögen der Österreicher.

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Das Geldvermögen der Österreicher ist in den letzten Jahren relativ konstant angestiegen und lag Ende des Vorjahres bei rund 461 Milliarden Euro. Verantwortlich für den Anstieg um 21 Milliarden waren nach Berechnung der Nationalbank neben den - im Vergleich zum 2009 - niedrigeren Neuveranlagungen vor allem die Kursanstiege an den Aktienmärkten. Der Marktwert des Wertpapierbestands insgesamt lag erstmals über 100 Milliarden Euro. Beliebt waren vor allem gemanagte Finanzprodukte, also Fonds, Lebensversicherungen und Co. Die Spareinlagen waren erstmals seit fünf Jahren rückläufig. Zurückhaltend waren die privaten Haushalte weiter bei der Verschuldung.
Franken treibt Kreditschuld
Die wirklich neuen Kredite betrugen im Vorjahr vergleichsweise geringe 1,3 Milliarden Euro, aufgenommen wurden vor allem Wohnkredite, Konsumkredite wurden eher getilgt. Eine wesentliche Ursache für die auf rund 160 Milliarden Euro angestiegenen Verbindlichkeiten der Österreicher war der 19-prozentige Kursanstieg des Schweizer Franken, beliefen sich die ausstehenden Fremdwährungskredite Ende 2010 doch auf fast 39 Milliarden Euro.
Eher gemieden wurden - angesichts der niedrigen Zinsen kein Wunder - die Spareinlagen, die um 2,2 Milliarden Euro sanken. Stark nachgefragt waren gemanagte Finanzprodukte und da vor allem Investmentzertifikate, sehr stabil entwickelt haben sich Lebensversicherungen, die sowohl als Sparprodukte als auch als Tilgungsträger für endfällige Kredite benutzt wurden. Gut lief es auch für die Börse, nicht zuletzt weger der Steueränderungen ab 2011.














