AK-Arbeitsmarktanalyse: tiefe Spuren der Krise
Die Euphorie über den Wiederaufschwung auf dem Arbeitsmarkt nach der Krise wird von der AK nur bedingt geteilt. "Eine genaue Analyse zeigt, dass die Krise keineswegs spurlos am Arbeitsmarkt vorbeigegangen ist", fasst AK-Präsident Walter Rotschädl zusammen.

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Konkret wurden in der Analyse "Steirischer Arbeitsmarkt im Spiegel der Krise" die Arbeitsmarktdaten von Februar 2008 den Daten von Februar 2011 gegenübergestellt. Die wichtigsten Ergebnisse: Mit fast 460.000 lag die Zahl der Beschäftigten zwar leicht über Februar 2008, der Anstieg fiel aber zu schwach aus, um das steigende Arbeitskräftepotential zu kompensieren. Die Arbeitslosenquote stieg daher von 7,7 auf 8,3 Prozent.
Plus bei Dienstleistungen und "Teilzeitboom"
Einen "Turboschub" hat die Entwicklung erfahren, dass Jobs im produzierenden Bereich durch Dienstleistungsjobs ersetzt werden. Im Vergleichszeitraum ist die Zahl der Beschäftigten in der Produktion um 6 Prozent zurückgegangen, bei den Dienstleistungen hingegen um 3,3 Prozent gestiegen. Der Anteil der Produktion an der Gesamtbeschäftigung ist damit unter 30 Prozent gesunken. AK-Präsident Walter Rotschädl: "Die wertschöpfungsintensive Industrie macht die wirtschaftliche Stärke der Steiermark aus. Daher muss alles unternommen werden, um den industriellen Kern zu sichern."
Als dritter Effekt der Krise ist eine Verschärfung des "Teilzeitbooms" zu diagnostizieren. Der Beschäftigungszuwachs ging fast ausschließlich auf das Konto von Teilzeitarbeitsplätzen.














