Rekordjahr für die Seidel-Gruppe
Das soeben zu Ende gegangene Geschäftsjahr 2010/2011 ist das erfolgreichste der Geschichte. Vor knapp zwei Jahren hätte beim Deutschlandsberger Elektronikspezialisten Seidel wohl niemand mit dieser Entwicklung gerechnet.

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Die Wirtschaftskrise sorgte für ein widriges Umfeld, die Einbrüche lagen im zweistelligen Bereich. Ein Mitarbeiterabbau drohte. Doch heute arbeiten mit 352 Mitarbeitern mehr denn je am Hauptsitz in Deutschlandsberg, insgesamt beschäftigt die Gruppe mehr als 700 Mitarbeiter. "Wir haben uns in der Rezession darauf eingestellt, einen Gang zurückzuschalten und waren auch gut vorbereitet", so Unternehmensgründer Reiner Seidel. Doch "dann kam eine schnelle und unerwartete Belebung". Von null auf 100 binnen weniger Monate.
"Die Lager waren vielerorts leer, im asiatischen Raum wurden teilweise die Kapazitäten zurückgefahren und nach der Krise nicht mehr wiederbelebt", so Maximilian Seidel, der am 1. April den Vorsitz der Seidel-Holding von seinem Vater übernommen hat. Der Gruppe bleibt Reiner Seidel als Lenker der Seidel Consulting jedoch erhalten. Als größte Herausforderung wird derzeit die Beherrschbarkeit des Wachstums gesehen. Im Vorjahr stieg der Umsatz um gut 20 Prozent auf 83,7 Millionen Euro, davon knapp 71 Millionen in Deutschlandsberg.
Industrielle Leistungselektronik
Seidel ist insbesondere im Bereich der industriellen Leistungselektronik tätig, darunter u. a. in den Segmenten Medizintechnik, Spielautomaten, Türsteuerungen oder Verkehrslösungen. "Wir bieten flexible Individuallösungen und beginnen ab der Losgröße 1 zu produzieren", so Maximilian Seidel. Eine große Serienfertigung gebe es nicht. Auch wenn das Umsatzwachstum wieder stark angestiegen sei, die Preise seien nach wie vor unter Druck. Die Ertragszahlen hinken demnach noch hinterher. "Um nach der Krise langfristige Kundenbeziehungen zu stärken oder aufzubauen, haben wir sehr viel in Kauf genommen", so Reiner Seidel. Das habe aber auch für sichere Arbeitsplätze gesorgt.
Auch 2011 wird trotz steigender Rohstoffpreise und der Verknappung am Bauelementemarkt mit einem hohen Niveau, aber etwas geringerem Tempo gerechnet.















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