Erholung auf breiter Front
Jahresüberschuss verdoppelt: Mit der Wirtschaft erholt sich auch die Steiermärkische Sparkasse. Sparzinsen dürften weiter niedrig bleiben.

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Man sei positiv überrascht und habe nicht mit einer so schnellen Erholung gerechnet - sichtlich zufrieden kommentiert Vorstandschef Gerhard Fabisch die Jahresbilanz der Steiermärkischen Sparkasse. "Die Banken sind das Spiegelbild der Wirtschaft, auch sie profitieren von der derzeitigen Erholung", so Fabisch. Das wiederum spiegelt sich in der Bilanz der Sparkasse wider.
Das Betriebsergebnis konnte von 182 auf 190 Millionen Euro gesteigert werden, unterm Strich steht ein Jahresüberschuss von 79 Millionen Euro, womit der Wert von 2009 fast verdoppelt werden konnte. Die Erholung lasse sich auch an der Entwicklung der Risikovorsorgen ablesen: Die sind von 98 auf 62 Millionen Euro zurückgegangen. Die Bilanzsumme liegt auf dem Rekordniveau von 14,1 Milliarden Euro.
Das Konzerneigenkapital wird mit 865 Millionen Euro ausgewiesen. Zu den strengeren Eigenkapitalvorschriften, die durch das Regelwerk Basel III verordnet werden, lasse sich noch nicht viel sagen, solange das ganze Paket noch nicht beschlossen ist. Nur so viel: Man sei jedenfalls gewappnet. Fabisch gibt aber auch zu bedenken: "Die regulatorischen Medikamente müssen alle Banken schlucken, die kranken und die gesunden, es ist schwer abschätzbar, wie das auf gesunde Banken wirkt." Klar sei, dass Sicherheit Geld koste.
Wann steigen die Zinsen?
Wird sich an den mickrigen Sparzinsen etwas ändern? Die Europäische Zentralbank habe zwar eine baldige Leitzinserhöhung angekündigt, diese könnte sich aufgrund der Katastrophe in Japan "aus Solidarität" jedoch verzögern, so Fabisch. Trotz steigender Teuerungsraten und ansprechenden Wirtschaftswachstums in unseren Breiten. "Etwas höhere Geldmarktsätze wären sowohl für den Kunden als auch für die Bank besser."
Im In- und Ausland betreut die Steiermärkische mit 6000 Mitarbeitern mittlerweile 2,1 Millionen Kunden in 480 Filialen und Beratungszentren.
Die Krise sei zwar vorbei, bei den Kunden sei die Verunsicherung jedoch vielfach geblieben. Schlechte Nachrichten führten noch immer dazu, dass sich vor den Gold- und Münzschaltern lange Schlangen bilden würden. "Der Beratungsaufwand ist stark gestiegen."
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Bild vergrößernVorstands- quartett: Gerhard Fabisch, Sava Dalbokov, Georg Bucher und Franz Kerber Foto © Steiermärkische














