Land verlängert Haftung für Bäckerei Legat
Firma beteuert Sanierung: fünf Filialen geschlossen. Eine Verlängerung der Landesbürgschaft für einen Kredit der Bäckerei Legat steht auf der Tagesordnung der Sitzung der Landesregierung.

Foto © KLZ/Koscher
Hintergrund: Ein Kredit wird verzögert bedient. Günther Gröss, Geschäftsführer der Bäckerei Legat, verteidigt das Engagement des Landes: "Schließlich geht es um 150 heimische Arbeitsplätze. Und die Alternative ist Tiefkühlbrot aus Deutschland." Genau so wurde auch vor zwei Jahren argumentiert, als die Stadt Klagenfurt mit 400.000 Euro einstieg und das Land Kärnten eine Ausfallshaftung für den 600.000-Euro-Kredit übernahm.
Eines hat sich seither allerdings geändert: Die vom Land mit der Agenda betraute Kärntner Sanierungsgesellschaft (KSG) macht nun mehr Druck auf das Unternehmen. "Mir läuft die Sanierung zu schleppend", übt Erhard Juritsch, KSG-Geschäftsführer, Kritik. "Außerdem würde ein Unternehmen dieser Größe auch mit einem, maximal zwei Geschäftsführern auskommen. Es braucht keine drei." Neben Gröss sind die beiden Hauptgesellschafter Alexander Legat und Bernd Legat im Firmenbuch als Geschäftsführer eingetragen. Gröss will sich dazu nicht äußern, verweist aber darauf, dass im Zuge der Sanierung schon fünf Filialen geschlossen wurden. In den nächsten Monaten müsse man aber die Preise anheben, "der Rohstoffmarkt verlangt das". Ein anderer Gesellschafter gibt sich verschlossen. Gerhard Süss, Ex-Manager der Hypo-Consultants, stieg zeitgleich mit der Stadt Klagenfurt als Gesellschafter ein - und plant schon den Ausstieg. "Es war immer nur als mittelfristiges Investment geplant."














