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Zuletzt aktualisiert: 14.02.2011 um 14:13 UhrKommentare

Abramowitsch gehört nicht mehr zu Russlands Reichsten

Der russische Tycoon Roman Abramowitsch zählt nicht mehr zu den drei reichsten Bürgern Russlands. Der Besitzer des Londoner Fußballclubs Chelsea rutschte vom dritten auf den fünften Platz.

Abramowitsch gehört nicht mehr Russlands Reichen-Troika an

Foto © Reuters Abramowitsch gehört nicht mehr Russlands Reichen-Troika an

Laut der am Montag veröffentlichten Liste der russischen Zeitschrift "Finans" rutschte der Besitzer des Londoner Fußballclubs Chelsea in diesem Jahr vom dritten auf den fünften Platz. Sein Vermögen wuchs binnen eines Jahres nur um 100 Mio. Dollar auf 17,1 Mrd. Dollar (12,64 Mrd. Euro).

Seinen ersten Platz verteidigen konnte hingegen Wladimir Lissin, der öffentlichkeitsscheue Besitzer des Stahlgiganten Novolipetsk. Nach Schätzung von "Finans" wuchs das Vermögen des 55-Jährigen binnen zwölf Monate von 18,8 Mrd. auf 28,3 Mrd. Dollar. Den zweiten Platz belegte wie schon im Vorjahr auch Michail Prochorow, der Besitzer des Investmentfonds Onexim, mit einem geschätzten Vermögen von 22,7 Mrd. Dollar. Neues Mitglied der Troika mit 19,9 Mrd. Dollar wurde demnach der Chef der Holding Metalloinvest und Mitbesitzer des Londoner Fußballclubs Arsenal, Alischer Usmanow. Auf dem vierten Platz landete der Stahlmagnat Oleg Deripaska mit 19 Mrd. Dollar.

114 Dollar-Milliardäre

Insgesamt umfasst die "Finans"-Liste 500 Namen von Unternehmern. Die Zahl der Dollar-Milliardäre stieg von 77 im Jahr 2009 auf 114 ein Jahr später.

Dass Abramowitsch nicht mehr der Dreier-Spitze angehört, hat laut "Finans" vor allem zwei Gründe: Zum einen erhole sich der Immobilienmarkt in Europa nur langsam, an dem der Besitzer der Investmentgesellschaft Millhouse LLC erhebliche Anteile habe. Zum anderen habe Abramowitsch "zahlreiche 'soziale' Verpflichtungen gegenüber Vertrauten von Ministerpräsident Wladimir Putin und der Regierung allgemein", schreibt das Blatt. Unter anderem unterstützte er auf Bitten Moskaus zahlreiche russische Bauprojekte. Zudem verkaufte er laut "Finans" kürzlich seinen 25-prozentigen Anteil an Russland größtem Fernsehsender zu einem Schleuderpreis an einen Verbündeten Putins.


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