142.500 steirische Bauern wählen am 30. Jänner ihre Kammer
Neben dem dominanten ÖVP-Bauernbund, der derzeit 35 der 39 Mandate inne hat, kandidierten auch drei Außenseiter. Die Sozialdemokratischen Bauern waren zuletzt auf vier Mandate gekommen, die Freiheitlichen hoffen nun auf ein Comeback.

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Rund 142.500 in der Landwirtschaft aktive und ehemalige Erwerbstätige wählen am 30. Jänner in der Steiermark ihre Standesvertretung. Der ÖVP-Bauernbund tritt bei der Landwirtschaftskammerwahl an, um seine Vormachtstellung - 2006 erreichte er mit 81,6 Prozent der Stimmen 35 der 39 Mandate - abzusichern. Neben den Sozialdemokratischen Bauern, die zuletzt auf vier Mandate (11,6 Prozent) gekommen waren, und den Freiheitlichen, die aus der Kammer geflogen waren und nun mit einem Comeback rechnen, tritt auch eine Unabhängige Liste an.
Schutz des Eigentums, mehr Fördergerechtigkeit und der gerechte Anteil an der Wertschöpfungskette sind die Schwerpunkte des Programms, mit dem der amtierende Präsident der steirischen (und österreichischen) Landwirtschaftskammer Gerhard Wlodkowski für den ÖVP-Bauernbund in die Wahl zieht. Eine seiner Kernforderungen ist, dass die Förderprogramme für den ländlichen Raum trotz des Sparkurses beibehalten werden müssen, um den jungen Menschen dort Lebenschancen zu eröffnen. Erstmals tritt der Unabhängige Bauernverbund an, der als Zusammenschluss vom dem BZÖ und den Grünen nahestehende Bauern sowie von "Rebellen" der IG Milch gilt.
2006: Gewinne für ÖVP und SPÖ
Bei der Wahl 2006 hatte es für den ÖVP-Bauernbund leichte Verluste und für die SPÖ-Bauern leichte Zugewinne gegeben. Weil die FPÖ-Bauern nicht mehr den Sprung in das Gremium schafften, bekamen sowohl ÖVP als auch SPÖ ein Mandat dazu. Die Wahlbeteiligung war auf knapp 50 Prozent zurückgegangen.
Wahlschluss ist am 30. Jänner um 14.00 Uhr. Briefwahlstimmen werden gleich mitausgezählt, da es - im Gegensatz zu anderen Wahlen - keine Nachfrist gibt. Mit dem Endergebnis ist für 17.00 Uhr zu rechnen.














