Nowotny will Euro-Stabilitätsmechanismus vor 2013
Um klare Rahmenbedingungen sicherzustellen, sei die Reform der "Spielregeln" für den Euroraum möglichst rasch zu einem positiven Abschluss zu bringen, meinte Nowotny anlässlich des Jahreswechsels.

Foto © ReutersEwald Nowotny, Gouverneur der Oesterreichischen Nationalbank
Ein Inkrafttreten des Europäischen Stabilitätsmechanismus nach Möglichkeit bereits vor 2013 fordert Ewald Nowotny, Gouverneur der Oesterreichischen Nationalbank und EZB-Ratsmitglied. Weiters solle der Stabilitäts- und Wachstumspakts effektiver werden.
Für die Europäische Zentralbank (EZB) und die Notenbanken des Eurosystem werde im Jahr 2011 die Sicherung der Preisstabilität "unverrückbar im Zentrum ihrer Politik" stehen, betonte Nowotny. Im Euroraum werde es 2011 voraussichtlich eine Inflationsrate von 1,8 Prozent und 2012 von 1,5 Prozent geben, und damit werde sich der Euro wieder als eine der stabilsten Weltwährungen erweisen. Dies schließe nicht aus, dass sich für einzelne Staaten des Eurogebiets weitere Herausforderungen ergeben, so Nowotny.
Österreichs Wirtschaft habe 2010 einen deutlichen Aufschwung genommen, der sich 2011 mit einer Wachstumsrate von 2,1 Prozent fortsetzen werde. "Es wird aber ebenfalls 2011 erforderlich sein, die Eigenkapitalposition der österreichischen Banken weiter zu stärken, um den Anforderungen, die sich aus Basel III und weiteren regulatorischen Maßnahmen ergeben, zu entsprechen", sagte Nowotny.
Für die Stellung Österreichs auf den internationalen Kapitalmärkten werde es von besonderer Wichtigkeit sein, den eingeschlagenen Konsolidierungskurs "konsequent und langfristig orientiert" fortzusetzen. Dabei gehe es nicht nur darum, spätestens 2012 ein Budgetdefizit von unter 3 Prozent zu erreichen, sondern auch um ein deutliches Absenken der Staatsschuldenquote von derzeit 69 Prozent auf unter 60 Prozent des BIP, so der OeNB-Gouverneur.














