Lehman-Pleite: Prüfern droht die Anklage
Betrugsverfahren gegen Ernst & Young?
Die New Yorker Staatsanwaltschaft bereitet ein zivilrechtliches Betrugsverfahren gegen das Wirtschaftsprüfungsunternehmen Ernst & Young vor. Der Firma wird nach Informationen des "Wall Street Journals" Bilanzfälschung im Zusammenhang mit dem folgenschweren Kollaps der Investmentbank Lehman Brothers vor zwei Jahren zur Last gelegt. Sie soll Investoren gegenüber die prekäre Finanzlage der Bank verschleiert haben. Die Zivilklage stehe kurz vor der Veröffentlichung, heißt es in dem Zeitungsbericht.
Es wäre das erste Mal, dass einer führenden Buchprüfungsgesellschaft Mitschuld an der Finanzkrise zugewiesen wird. Die Vorwürfe stützen sich auf Geschäfte, die Lehman abgewickelt haben soll, um das wahre Risiko herunterzuspielen. Lehman zählte zu Ernst & Youngs größten Klienten, der dem Wirtschaftsprüfer zwischen 2001 und 2008 Gebühren in Höhe von 100 Millionen US-Dollar (das sind 75,4 Millionen Euro) in Rechnung gestellt haben soll.














