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Zuletzt aktualisiert: 22.11.2010 um 07:16 UhrKommentare

"Manager-Gen gibt es nicht"

Zwei Großereignisse beleuchten, was erfolgreiche Managerinnen und Manager ausmacht und welche Werte sie leiten. Kärnten steht eine hochkarätige Management-Woche bevor.

Markus Hengstschläger: "Flexibilität und Individualität hochhalten"; Günter Faltin: "Kunst, die Werte in den Markt fließen zu lassen"

Foto © KK (2)Markus Hengstschläger: "Flexibilität und Individualität hochhalten"; Günter Faltin: "Kunst, die Werte in den Markt fließen zu lassen"

"Kein Talent hilft, ohne es zu finden und ohne harte Arbeit. Nur dann erzielen wir Leistung und Erfolg", sagt der Genetik-Experte Markus Hengstschläger von der Medizin-Uni Wien. Und schon gar nicht gebe es ein Manager-Gen. "Das ist ein Unsinn. Es gibt tausende Gene und immer die Wechselwirkung zwischen Umwelt und Genetik." Einen Erfolgstipp für Führungskräfte hat er gleichwohl: "Manager sind gut beraten, Flexibilität und Individualität möglichst hoch im System zu erhalten, um Antworten auf die Zukunft zu haben." Mit Beispielen aus Biologie und Praxis ausführen will das der Top-Wissenschafter als Gastredner bei der Kür des/der Managers/in des Jahres am Mittwoch in Velden (Termin siehe unten). Über zwei Dutzend interessante Nominierungen - vom jungen Handelsmanager bis zur erfahrenen Industrie-Führungskraft - hat die Jury mit Vorsitzendem Gottfried Haber beurteilt. Die Entscheidung fällt unter den drei Finalkandidaten: Andrea Samonigg-Mahrer, Verwaltungsdirektorin im Krankenhaus Spittal, Josef Mayrobnig von Wicknorm Fenster und Sto-Chef Walter Wiedenbauer.

"Manager und Entrepreneure sind heute dem Künstler näher als dem Business Administrator", gibt der Berliner Hochschullehrer und Unternehmer Günter Faltin der Kreativität so hohe Bedeutung wie der Umsetzung. Vor allem würden Werte zählen und die Kunst des Managens darin bestehen, "die Werte in den Markt fließen zu lassen." Faltin ist nur einer von sechs Top-Referenten wie Erhard Busek oder Clemens Sedmak, die kommenden Freitag und Samstag einen Tagungshöhepunkt im laufenden Wirtschaftsjahr in Kärnten bestreiten werden. Der Klagenfurter Professor Robert Neumann treibt mit dem MOT (School of Managament, Organizational Developement and Technology) das Thema Verantwortung und Social Business im Management voran. Es ist auch das Thema des Kongresses, zu dem Managerinnen und Manager aus ganz Österreich an der Uni und im CC Villach erwartet werden (Termin siehe unten).

Cay von Fournier, der als Mediziner und Wirtschafter das SchmidtColleg in St. Gallen leitet, hat als Referent diesen Ratschlag: "Investieren Sie in Menschen statt in Maschinen." Kärnten steht eine hochkarätige Management-Woche bevor.

ADOLF WINKLER

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