Advent, Advent, das Geschäft rennt
Der Handel läutet dieser Tage das Weihnachtsgeschäft ein. Die Christkind-Devise lautet heuer: Weniger, aber teurere Geschenke - und lange schnuppern, spät kaufen.

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Jetzt geht's "endlich" los. Abgesehen von einigen Möbelhäusern und Handyfirmen, die es nicht erwarten konnten, schon im Oktober mit der Weihnachts-Dauerwerbebeschallung zu beginnen, läutet der Handel in dieser Woche vor dem ersten Einkaufssamstag offiziell das Weihnachtsgeschäft ein. Und die Vorzeichen, dass nicht nur die Glöckerl, sondern auch die Kassen wieder ordentlich klingeln, stehen gut. Nikolaus Gstättner, Spartengeschäftsführer des Kärntner Handels, rechnet mit einem "Plus von zwei bis drei Prozent" im Weihnachtshandel. Die Kärntner werden heuer fast 45 Millionen Euro für Geschenke ausgeben.
Das große Fest ist krisenfest
Wie begründet sich dieser Optimismus? Einerseits peilt der Einzelhandel 2010 ein Jahresplus von drei Prozent an, andererseits "herrscht eine positive Konsumentenstimmung für die Adventzeit", sagt Marktforscher Michael Oberweger von RegioPlan. Das Vorjahr hat gezeigt, dass sich die Kärntner zu Weihnachten vom Krisengerede nicht beeinflussen lassen: Während die Kärntner Wirtschaftsleistung 2009 um vier Prozent abrutschte, gab's im Weihnachtsgeschäft ein Plus.
Textile Renaissance
Und wohin geht heuer die Einkaufsreise? "Die Trends des Vorjahres werden sich verstärken", sagt Gstättner als Obmann der knapp 5000 Kärntner Handelsbetriebe. So erlebten zu Weihnachten 2009 der Bekleidungshandel (plus sieben Prozent) und die Parfümerien (plus fünf Prozent) eine weihnachtliche Geschenke-Renaissance. Nicht zu vergessen die Gutscheine. Ob Lebensmittel, Frühstück oder Problemhaar-Entfernung: Es gibt nichts mehr, das nicht als Gutschein verkauft wird.
Insgesamt verschenken die Menschen laut KMU-Forschung nunmehr weniger, dafür teurere Packerln. Immer öfter vermeiden die Kunden aber auch den Weihnachtstrubel und kaufen im Internet ein. 100 Millionen Euro geben die Österreicher laut RegioPlan heuer für online bestellte Weihnachtspackerln aus. Mittlerweile hat sich der Handel laut Gstättner drauf eingestellt, dass die Kärntner zwar früh in Christkindl-Mission unterwegs sind, "wirklich viel gekauft wird aber erst in den letzten beiden Wochen vor Weihnachten". Der vierte Adventsamstag war im Vorjahr der umsatzstärkste Tag.
Froh ist man im Handel, dass der 8. Dezember heuer ein Mittwoch ist. "Da fahren die Leute eher nicht auf Kurzurlaub, sondern gehen shoppen. Traditionell wenig los ist an dem Feiertag im Lebensmittelhandel. Billa schenkt sich die Umsätze wieder und lässt die Läden am 8. Dezember dicht.














