Nächste Ausfahrt Moskau
Siegfried Wolf hat am Montag seinen letzten Arbeitstag bei Magna. Eine Rückkehr sollte nicht ganz ausgeschlossen werden.

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Z usammengeräumt hat er sein Büro schon. Auch von seinen engsten Mitarbeitern hat sich Siegfried Wolf (53) bereits verabschiedet. Und an seinem letzten Arbeitstag bei Magna wird der scheidende Vorstandschef des kanadischen Auto-Riesen auch nicht in der Zentrale in Oberwaltersdorf anzutreffen sein. Offiziell ist Wolf am Montag auf Dienstreise, heißt es.
Nach 15 Dienstjahren bei Magna tritt der einst treue Weggefährte von Frank Stronach am Dienstag in Moskau seinen neuen Job im Reich des Oligarchen Oleg Deripaska an. Peter Koob, Wolfs Vertrauensmann im Management, wird dem gebürtigen Oststeirer Ende November nach Russland folgen. In Deripaskas Firmen-Imperium Basic Elements wird Siegfried Wolf unter anderem als Aufsichtsratsvorsitzender für die Pkw- und Nutzfahrzeugsparte "Russian Machines" mit mehr als 70.000 Mitarbeitern verantwortlich sein. Die Herkulesaufgabe für Wolf wird dabei freilich sein, die marode Autodivision Gaz zu reanimieren. Dazu werden die Russen technisches Know-How und Partner aus dem Westen brauchen. Und da soll der bestens vernetzte Wolf seine Kontakte spielen lassen.
Hartnäckig hält sich dabei auch das Gerücht, dass der finanziell wieder zu Kräften gekommene Deripaska nach dem Wiedereinstieg bei der Strabag auch wieder mittelfristig an eine Rückkehr bei Magna denke, wo er sich 2007 spektakulär mit 20 Prozent beteiligt hatte, ehe sich der wankende Großindustrielle im Zuge der Finanzkrise ein Jahr später von seinem Anteil trennen musste. Ein Schelm, wer da jetzt schon Wolf als Chairman und Kontrollor von Magna-Chef Don Walker sieht, der zurzeit gerade durch Europa tourt und Kunden und Werke besucht.
Wolf hat in Moskau eine Wohnung, sein Lebensmittelpunkt aber bleibt Österreich. Auch ein Büro in Wien hat er schon eingerichtet. Soll man sagen: Sicher ist sicher?














