Diese 89 Postämter bleiben übrig
Die Bawag-PSK zieht's aufs Land, ihre Filialen werden mit jenen Postämtern verschmolzen, die bis 2012 übrig bleiben. In der Steiermark sind das 89.

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Jetzt ist die Katze aus dem Sack: Jahrelang lautete die meistgestellte Frage an den Postfuchs, in welcher Ortschaft wohl das nächste Postamt geschlossen und durch private Postpartner ersetzt wird. Der Kleinen Zeitung liegt nun die Liste aller Ortschaften vor, die nach Ende der Umstrukturierung des Postfilialnetzes noch ein eigenes Postamt haben werden (siehe Grafik). Österreichweit werden dies Ende 2012 noch 520 Standorte sein, in der Steiermark bleiben 89 Postämter übrig. Diese Filialen werden aber künftig nicht nur eine Post-, sondern auch eine volle Bankfilale sein. "Wir treiben die Kooperation mit der Bawag-PSK massiv voran", sagt Post-Filialvorstand Herbert Götz. Es kommt also zu einer Verschmelzung der beiden Unternehmen (die Post hält ja seit dem Verkauf fünf Prozent an der ehemaligen Gewerkschaftsbank). Für die Bawag-PSK heißt das, dass sie künftig nicht mehr nur in den 150 Filialen im urbanen Raum vertreten sein wird, sondern laut Götz "nun auch flächendeckend am Land", wo man bei der Post einzieht. Die Umbauarbeiten, für die 70 Millionen investiert werden, beginnen noch heuer und sollen in zwei Jahren abgeschlossen sein. Und das werden die Kunden merken: Künftig ist jede der 89 steirischen Post-Bawag-PSK-Filialen in einen gelben Post- und einen roten Bankbereich unterteilt. Auch die Marken werden verschmolzen, das heißt, es gibt nur noch eine einheitliche Bankomatkarte, ein einheitliches Sparbuch usw. "Nur die Kontonummern rühren wir nicht an, das wäre zu umständlich", so Götz.
Bei der Bawag-PSK verspricht man sich vor allem bei den Öffnungszeiten einen Wettbewerbsvorteil: "Im Gegensatz zur Bankenkonkurrenz haben wir dann wochentags bis 18 Uhr geöffnet und in manchen Filialen auch am Samstagvormittag", so Götz. Im Postbereich wolle man sich "aufs Wesentliche konzentrieren", sprich: die Postämter sollen nicht mehr wie Gemischtwarenläden mit Schlager-CDs aussehen, sondern auf Post-Waren und Telekommunikation fokussiert werden. "Immerhin hat die Post 2009 150.000 Handys verkauft."
Was passiert mit dem Rest?
Derzeit gibt es landesweit noch 141 Postämter und schon 161 Postpartner. Wenn 89 Filialen übrig bleiben, heißt dies im Umkehrschluss, dass in der Steiermark noch rund 50 Postämter geschlossen und durch private Postpartner ersetzt werden? "Ja, die Umstrukturierung ist noch voll im Gange, auch wenn es nicht immer einfach ist", so Götz. Der Aufschrei in der Bevölkerung ist üblicherweise in jeder betroffenen Ortschaft groß, legt sich aber oft, sobald der Postpartner sich eingearbeitet hat.
Per Ende 2012 soll es neben den 89 Postämtern weitere 235 Postpartner geben - macht insgesamt 325 Postgeschäftsstellen, um 25 mehr als derzeit. Da Bawag-PSK-Kunden alltägliche Bankgeschäfte auch bei Postpartnern erledigen können, verfüge man dann laut Götz über ein gleich dichtes Vertriebsnetz wie der Marktführer unter dem Giebelkreuz.















