Abschlag fürs Golfland
Kärnten Werbung ist aus Verein Golfland Kärnten ausgetreten, dem dadurch vorerst 65.000 Euro Mitgliedsbeitrag entgeht. Begründet wird dieser Schritt mit dem Wunsch nach einer professionellen und vor allem buchbaren Produktentwicklung.

Foto © KÄRTNEN WERBUNG EGGENBERGERGeld der Kärnten Werbung bleibt vorerst im Bunker
Knalleffekt im Golfland Kärnten: Die Kärnten Werbung ist aus dem Verein ausgetreten. Für diesen bedeutet das den Verlust des Mitgliedsbeitrages von 65.000 Euro jährlich. Christian Kresse, Geschäftsführer der Kärnten Werbung, begründet den Schritt mit dem Wunsch nach einer professionellen und vor allem buchbaren Produktentwicklung, die vom Golfland bisher vermisst wurde. So bietet und vermarktet etwa die Steiermark fünf "Greenfees" um 240 Euro. Damit kann man zum Pauschalpreis die Plätze bespielen. Kärnten hat einem solchen Angebot nichts entgegenzusetzen. Kresse: "Wir werden das Golfland aber auch in Zukunft finanziell unterstützen, wenn es buchbare Angebote liefert und sich dem laufenden Markenbildungsprozess unterordnet."
Golfland will kooperieren
Das will das Golfland auch machen, sagt Geschäftsführer Günther Novak: "Wir beschäftigen uns mit der Mitgliedschaft bei ,Golf Alpin'. Ein Zusammenschluss von Salzburger und Tiroler Golfplätzen, die ,Greenfee-Pässe' anbieten." Aber 60 Mitgliedsbetriebe, elf Plätze des Golflandes und alle Kärntner Regionen müssten mitentscheiden. Der 65.000-Euro-Mitgliedsbeitrag fehle nicht, wenn die Kärnten Werbung - und das sei etwa beim Golfland-Magazin gesichert - Projekte weiter unterstützte. "Auch der Markenprozess wird noch einfließen", verspricht Novak. "Wenn wir konkrete Angebote bekommen, werden wir alles unterstützen", sagt Kresse, der mit einem um 26 Prozent geringeren Budget als sein Vorgänger auskommen muss.
In Kärnten gibt es rund 40 Angebotsgruppen, wie etwa Urlaub am Bauernhof. Alle werden jetzt auf Effizienz abgeklopft. Kresse will, dass alle Angebotsgruppen dem Markenprozess folgen, der heute gemeinsam mit rund 40 Touristikern erarbeitet wird. Damit folgt die Kärnten Werbung der Österreich Werbung, die sich von den Angebotsgruppen verabschieden will.












