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    Zuletzt aktualisiert: 26.08.2010 um 14:14 UhrKommentare

    Libro-Konkurs kommt endlich vors Gericht

    In der Causa rund um die Pleite der Buch- und Papierhandelskette Libro AG, die 2001 in die Insolvenz geschlittert ist, ist der Weg zum Prozess nun frei. Die Einsprüche der Angeklagten wurden abgewiesen.

    Foto © APA

    Der Konkurs der Papierhandelskette Libro wird nun gerichtlich aufgerollt. Das Wiener Oberlandesgericht (OLG) hat die Einsprüche von zwei Angeklagten gegen die Anklage mit Beschluss abgewiesen, teilte das OLG heute Donnerstag gegenüber der APA mit und bestätigte damit einen Bericht der Tageszeitung "Presse". "Die Anklageschrift ist damit rechtskräftig. Die Hauptverhandlung vor dem Landesgericht Wr. Neustadt wurde bereits anberaumt", so das OLG.

    Jahrelange Ermittlungen

    Nachdem die börsenotierte Libro 2001 Ausgleich anmeldete und 2002 schließlich in Konkurs ging, wurde nach jahrelangen Ermittlungen der Justiz schließlich im Herbst 2009 Anklage erhoben. Mit der Anklageschrift vom 14.10.2009 legte die Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt fünf Angeklagten unter anderem strafbare Handlungen im Zusammenhang mit der Ausgabe von Aktien der Libro AG zur Last. Der Libro-Jahresabschluss 1998/1999 soll manipuliert, der Gang an die Börse damit auf rechtswidrig geschönte Weise erfolgt sein. Den Angeklagten drohen wegen des Verdachts auf Untreue, schweren Betrug und Bilanzfälschung bis zu zehn Jahre Haft.

    Vor Gericht müssen sich der ehemalige Libro-Generaldirektor Andre Rettberg, der ehemalige Finanzvorstand Johann Knöbl, Ex-Aufsichtsratsvorsitzender Kurt Stiassny, dessen Stellvertreter Universitätsprofessor Christian Nowotny sowie der Wirtschaftsprüfer Bernhard Huppmann verantworten. Die Einsprüche von Nowotny und Huppmann gegen die Anklage wurden vom OLG mit Beschluss von Montag abgewiesen. Für alle Genannten gilt die Unschuldsvermutung.

    Die Hauptverhandlung in der Causa Libro wird nach Angaben des Mediensprechers und Vizepräsidenten des Landesgerichts Wiener Neustadt, Josef Glatz, vermutlich zu Beginn des nächsten Jahres stattfinden. Die zuständige Richterin werde nach dem Aktenstudium die Verhandlung ansetzen, sagte er am Donnerstag zur APA.


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