Steirische Konjunktur: Der Aufschwung wird mühsam
Die steirische Industrie will der aufflackernden Konjunktur noch nicht ganz trauen, sieht aber dennoch unverkennbar positive Anzeichen.

Foto © AP15 Prozent der Industriebetriebe rechnen mit steigenden Personalzahlen
Der erste Schritt aus dem tiefsten Konjunktur-Tal seit 1945 ist getan. Vor uns liegt aber noch ein langer Weg", verlautete gestern von der steirischen Industriellenvereinigung (IV). Die Richtung des Weges im zweiten Halbjahr sei derzeit noch unsicher", zieht Geschäftsführer Thomas Krautzer eine Bilanz über die Ergebnisse der aktuellen Konjunkturumfrage seines Hauses und warnt zugleich vor zu großer Euphorie: "Jetzt ist die Zeit der Arbeit nach der großen Dürre, nicht die Zeit der Ernte", so Krautzer blumig.
Die Analyse der Situation zeige, dass sich erstmals seit Herbst 2008 wieder alle Stimmungsindikatoren im positiven Bereich bewegen. Die Mehrzahl der Betriebe könne über eine gute Geschäftslage und gute Auftragseingänge berichten. Die aktuelle Marktsituation sei jedoch gleichzeitig von einem hohen Preisdruck gekennzeichnet. Die Ertragssituation könne daher mit der Kapazitätsauslastung nicht Schritt halten kann. Nur jedes fünfte Unternehmen sei mit der derzeitigen Verdienstsituation zufrieden. Dazu komme, dass sich alle Zahlen auf die vor einem Jahr zurückgenommenen Produktionskapazitäten bezögen.
Ebenfalls weniger angenehm: Der positive Trend, ergab die Umfrage unter 65 steirischen Betrieben mit 45.000 Beschäftigten, werde sich im Herbst fortsetzen, allerdings nur in abgeschwächter Form. Waren es vor drei Monaten zum Beispiel noch 31 Prozent der Betriebe, die mit steigenden Personalzahlen rechneten, sind es aktuell noch 15 Prozent. "Trotzdem ist es erfreulich, dass die Stabilisierung bei der Beschäftigung bis in den Herbst anhält", sieht Krautzer positive Aspekte. Ähnliches gilt für die Produktionstätigkeit in drei Monaten.














