Springe zu: Inhalt | Hauptnavigation | Seitenleiste | Fußzeile
27. Mai 2012 13:57 Uhr | Als Startseite
Neu registrieren 332957 Mitglieder | 312 online
 
Nach Erdbeben: Parmesan wurde billiger verkauft Telekom oder die dunkle Seite der Macht Voriger Artikel Aktuelle Artikel: Wirtschaft Nächster Artikel Nach Erdbeben: Parmesan wurde billiger verkauft Telekom oder die dunkle Seite der Macht
Zuletzt aktualisiert: 29.07.2010 um 12:32 UhrKommentare

Die Nebenkosten fressen Zinsen auf

Lebensversicherungen gelten als dritte Säule im Pensionssystem. Wer privat vorsorgt, soll in der Pension davon profitieren. Allerdings sind die Zinsen gering, da 20 Prozent der eingezahlten Beträge für Nebenkosten aufgewendet werden.

Bei Lebensversicherungen zahlt der Kunde drauf

Foto © © m.schuckart - Fotolia.comBei Lebensversicherungen zahlt der Kunde drauf

Von den Prämien für eine Lebensversicherung geht zumindest ein Fünftel für die Nebenkosten auf. Nur knapp 80 Prozent werden veranlagt. Das erkläre auch die relativ geringe versprochene Rendite von 1,15 bis 2,52 Prozent, heißt es in einer Analyse des Vereins für Konsumenteninformation (VKI), die am Donnerstag in Wien vorgestellt wurde. Der VKI dazu: "Der Sparanteil ist schlicht zu gering".

Dabei sind Lebensversicherungen in Österreich sehr beliebt: Bei einer Bevölkerung von gut 8 Millionen gibt es über 10 Millionen Verträge. "Können so viele Menschen irren? Leider ja", kommentierte dies VKI-Geschäftsführer Franz Floss. Und die Versicherungsexpertin des VKI, Gabi Kreindl: "Ich rate, keine Er- und Ablebensversicherung abzuschließen".

Wer schon eine hat, soll seinen Vertrag "optimieren" und "nicht übereilt kündigen". Wer etwa die Prämie jährlich einzahlt, erspart sich den Unterjährigkeitszuschlag, wer Prämienerlass im Krankheitsfall nicht braucht, soll darauf verzichten. Auch die Wertanpassung sollte man überdenken und vor allem für die letzten fünf Jahre aussetzen.

Die gesetzliche Mindestverzinsung von derzeit 2,25 Prozent gilt nur für den veranlagten Teil der Prämien. Tatsächlich wird einem 40-jährigen Mann, der 20 Jahre lang monatlich 100 Euro einzahlt, also in Summe 24.000 Euro, nur die Rückzahlung von 22.600 bis 23.900 Euro garantiert. Er hat also keine Sicherheit, das eingezahlte Geld zurückzuerhalten. Die prognostizierte Rückzahlung inklusive Gewinnbeteiligungen bringt nur eine Rendite von 1,15 bis 2,33 Prozent. Frauen erhalten aufgrund des niedrigeren Sterberisikos geringfügig mehr.

Rund die Hälfte der Lebensversicherungen wird vorzeitig aufgelöst. Wer dann rasch ein neues Produkt abschließt verliert auf jeden Fall, warnt Kreindl: "Hin und Her macht Taschen leer", da bei einem neuen Vertrag alle Nebenkosten neuerlich zu tragen sind.

Kaum Alternativen

Allerdings ist Floss "ratlos", was Alternativen betrifft. Es gebe derzeit keine, solche sollten aber entwickelt werden. Vor allem wünscht sich der VKI, dass Lebensversicherungen bei den Laufzeiten und Einzahlungen flexibler werden und dass die Kosten transparent gemacht werden, damit die Kunden wissen, was ihnen abgezogen wird. Immerhin haben nur Uniqa und Raiffeisen die Kosten überhaupt bekanntgegeben. Es würde dadurch zwar nicht unbedingt am Ende "mehr herauskommen", aber es gäbe mehr Flexibilität. Außerdem stört es die Konsumentenschützer, dass in der Darstellung der Versicherungsgesellschaften "so ausschaut, als ob viel herauskommt, aber es kommt wenig heraus".

Selbst Kreindl findet die Vielzahl an Nebenkosten "verwirrend": Da gibt es nebeneinander "einmalige Abschlusskosten", "jährliche Abschlusskosten", "Verwaltungskosten", "Stückkosten", die laut Lexikon ebenfalls Verwaltungskosten seien, einen "Unterjährigkeitszuschlag" bei monatlicher Zahlung, der einer Art Zinszahlung des Versicherten entspricht, die Risikoprämie für die Ablebensversicherung und dann noch die staatliche Versicherungssteuer. Diese summieren sich auf gut 20 Prozent der eingezahlten Prämien.


Lebensversicherungen - Hohe Nebenkosten

Grafik © APA

Grafik vergrößernNebenkosten einer Lebensversicherung anhand eines Beispiels, Einzahlungen und Kosten gegenüber AuszahlungGrafik © APA

KLEINE.tv

Ägypten: Konservative gefährden die Weinwirtschaft

Ägyptischer Wein wurde in den vergangenen Jahren wieder zum beliebten Ge...Noch nicht bewertet

 

Wirtschaftsblog

Roman Huber - Foto: Jürgen Fuchs

Kommentiert: Trends und News aus Wirtschaft und Hochfinanz.

 

Forum: Spüren Sie die Krise?

Fotolia: Light Impression


Kleine Zeitung Akademie

Wissen für Leser: Die Kleine Zeitung Akademie bietet Ihnen ein vielfältiges Angebot an Seminaren und Veranstaltungen zu den Themen Journalismus, Medien- und Öffentlichkeitsarbeit. Proftieren auch Sie vom Know-how unserer Mitarbeiter!

 

Wirtschaft-Fotoserien

Der aktuelle Primus 

Der aktuelle Primus

 

Primus: Jetzt gratis testlesen!

Jetzt ist es soweit: Der Kleine Zeitung Primus, das monatliche Wirtschaftsmagazin der Kleinen Zeitung, ist da. Sie können sich jetzt Ihr gratis Testabo sichern!

Lebe deinen Plan!

Service

 


Seitenübersicht

Zum Seitenanfang