Steirische Industrie sieht zuversichtlich in die Zukunft
Studie: Die Beschäftigten in der steirischen Industrie fühlen sich nicht von der Krise betroffen. Allerdings gibt es massive Kritik am Polit-Stil im Land.

Foto © IV/SCHIFFER Die Industrie will den Dialog fördern und die Politik inspirieren
Die steirische Industrie hat unter der prekären gesamtwirtschaftlichen Situation der vergangenen zwei Jahre besonders gelitten. Zweistellige Auftragseinbrüche und Arbeitsplatzabbau waren die Folgen. Eine aktuelle Studie des Linzer market-Instituts hat nun die Befindlichkeit unter den rund 100.000 steirischen Industriemitarbeitern beleuchtet. Und ist zu einem bemerkenswerten Ergebnis gelangt. Vier von fünf steirischen Industriearbeitern sehen "keine persönlichen Auswirkungen durch die Krise", so market-Institutsleiter David Pfarrhofer.
Das habe, so Industrie-Präsident Jochen Pildner-Steinburg, "auch mit dem erfolgreichen Bemühen der Betriebe zu tun, trotz der damit verbundenen Kosten, die Auswirkungen der katastrophalen Marktlage abzufedern".
Positiv in die Zukunft
Zwei Drittel der Industriebeschäftigten blicken zudem positiv in die Zukunft. "Es gibt hier auch keine No-Future-Generation, weil insbesondere die jungen Menschen überdurchschnittlich positiv eingestimmt sind", so Steinburg. Zukunftsgedanken drehen sich ganz klar um das Topthema Arbeit, "die Veränderungsbereitschaft ist aber nicht stark ausgeprägt", so Pfarrhofer.
Kein gutes Zeugnis für Politik
Ein wenig schmeichelhaftes Zeugnis wird der steirischen Politik ausgestellt. Auf die Frage, was in der Steiermark nicht gut läuft, ist "Politik" die mit Abstand häufigste Antwort. 95 Prozent wollen eine Änderung des politischen Stils im Land. "Das ist das Resultat der politischen Auseinandersetzung in den letzten Jahren, die einem Permanent-Wahlkampf glich", analysiert Steinburg. Gleichzeitig ist die Erwartungshaltung gegenüber der Politik sehr hoch. Seit gestern hat die Industriellenvereinigung auf ihrer Webseite www.iv-steiermark.at eine interaktive Dialogplattform geöffnet, auf der Forderungen und Vorschläge diskutiert werden können. "Die Ergebnisse sollen der steirischen Politik dann als Inspirationsquelle dienen", sagt Steinburg.














