Klage gegen Lidl wegen Täuschung von Verbrauchern
Ein Bündnis aus Verbraucherschützern und Menschenrechtsaktivisten hat Klage gegen den Discounter eingereicht – wegen irreführender Werbung. Angeblich löse Lidl sein Versprechen über faire Arbeitsbedingungen bei seinen Lieferanten in Bangladesch nicht ein.

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Die Verbraucherzentrale Hamburg hat die deutsche Diskonterkette Lidl wegen unlauteren Wettbewerbs beim Landgericht Heilbronn verklagt. Sie wird dabei von der Kampagne für Saubere Kleidung (CCC) und dem European Center for Constitutional and Human Rights (ECCHR) unterstützt, teilten die Verbraucherschützer am Donnerstag mit. Das Bündnis wirft Lidl vor, sich nicht an das in der Werbung gegebene Versprechen fairer Arbeitsbedingungen bei Textilzulieferern in Bangladesch zu halten.
Eine Studie der Kläger habe herausgestellt, dass die Arbeitsverhältnisse in vier Lidl-Zulieferbetrieben in Bangladesch nicht der Werbung der Handelskette entsprächen. Den Angaben zufolge heißt es in einem Prospekt des Diskonters vom Januar 2010: "Lidl setzt sich weltweit für faire Arbeitsbedingungen ein." Die in der Studie befragten Näherinnen hätten allerdings von überlangen Arbeitszeiten, Lohnabzügen als Strafmaßnahmen, mangelnder und intransparenter Vergütung von Überstunden, Verhinderung von Gewerkschaftsarbeit und Diskriminierung von weiblichen Beschäftigten berichtet.














