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    Zuletzt aktualisiert: 07.03.2010 um 05:10 UhrKommentare

    Bankdirektor platzt der Kragen

    Alois Hochegger, Vorstand der Kärntner Sparkasse, beklagt sich über die Stellung Kärntens in Europa. Und er sorgt sich um die Generation der 15- bis 30-Jährigen.

    Alois Hochegger

    Foto © WeichselbraunAlois Hochegger

    Sie haben in der Bilanzpressekonferenz der Kärntner Sparkasse zu Beginn der Woche erstmals in ihrer Zeit als Sparkassen-Vorstandsdirektor eine Bemerkung in Richtung Landespolitik gemacht. So frustriert?

    ALOIS HOCHEGGER: Schauen Sie, ich habe es im Moment doppelt schwer: Ich bin Kärntner und Banker. Beides gemeinsam ist im Moment keine Erfolgsstory - überhaupt, weil es in den internationalen Medien vermengt wird. Da steht nicht Hypo, da steht österreichische Bank. Und das tut nicht nur im Herzen weh.

    Sie sehen auch wirtschaftliche Nachteile?

    HOCHEGGER: Mahle, Infineon, Siemens, Kärntner Betriebe sind vernetzt nach Deutschland, in die dortige Bankenwelt. Und da bekommt man häufig zu hören: Das war nicht fair, wie mit uns umgegangen wurde. Nehmen wir an, ein Bauer verkauft einen Wald, im Wissen, dass jeder Baum innen morsch ist. Was glauben Sie, wie sich der Käufer fühlt, wenn er das merkt und den Bauern dann im Wirtshaus feiern sieht? Und dann diese Erhöhung der Parteienförderung, auch das wurde europaweit registriert. Da bleibt ein bitterer Beigeschmack.

    Wie kann man wieder ordentliche Verhältnisse herstellen?

    HOCHEGGER: Man muss Zeichen setzen, ein erstes muss einmal in Form einer Ortstafel-Lösung her. Da glaubt doch niemand ernsthaft, dass man mit diesem Thema eine österreichweite Wahl gewinnen wird. Man muss die öffentlichen Budgets in Ordnung bringen und man soll endlich aufhören, Wein zu trinken und Wasser zu predigen.

    Konkreter bitte . . .

    HOCHEGGER: Ich mache mir ernsthafte Sorgen um die Generation der 15- bis 30-Jährigen. Wir sehen in der Bank ja, was diese Menschen auf dem Konto haben. Man macht zwei, drei Jobs, um über die Runden zu kommen, eine Existenz können sie sich aber nur schwer aufbauen, weil sie oft nicht wissen können, ob sie ihren Job in zwei Monaten auch noch haben werden. Oder ein anderes Beispiel: Mit erstem Jänner wurden zusätzliche Arbeitgeberabgaben bei freien Werkverträgen eingeführt. Daraufhin gab es eine Aussendung der Sozialpartner, dass man darauf achten soll, dass die nicht auf die Arbeitnehmer abgewälzt werden. Ja, glauben die ernsthaft, jemand mit drei Jobs hat die Zeit und die Chance, sich dagegen zu wehren?

    Kritisieren, ohne Lösungsvorschläge anzubieten, ist nicht fair. Also bitte . . .

    HOCHEGGER: Keiner stellt sich mehr die Frage: Was kann ich für die Menschen tun? Die Leute merken, dass nur taktiert wird. Sie empfinden das als Spiel. Da gibt es eine innere Einstellung, die man ändern muss.

    Erfüllen Sie selbst den Anspruch, den Sie an andere stellen?

    HOCHEGGER: Wir bemühen uns um unseren Teil: Lehrlinge, die zweite Bank etwa. Aber wir reden nicht plakativ darüber. INTERVIEW: THOMAS CIK


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