Verhaltener Ausblick auf den Weg aus der Krise
Raiffeisen ortet Zurückhaltung bei Investitionen.
Die vergleichsweise geringe Investitionsbereitschaft und die Zurückhaltung beim Konsum lassen Peter Gauper, Vorstandsdirektor der Raiffeisen Landesbank, mit Zurückhaltung in das Jahr 2010 blicken. "Man muss damit rechnen, dass wir den Weg aus der Talsohle nur sehr langsam durchschreiten werden", so Gauper im Gespräch mit der Kleinen Zeitung. Trotz der Zurückhaltung bei Investitionen konnte der Raiffeisen-Sektor im abgelaufenen Jahr sein Volumen an Finanzierungen auf 3,5 Milliarden Euro noch etwas ausweiten.
Den Genossenschaftsgedanken in seiner ursprünglichen Form - als solidarisches und nachhaltiges Wirtschaften - sieht er nach der Krise gestärkter denn je. "Wir haben uns auf unsere Kernkompetenzen konzentriert und für die Kunden, den Markt und unsere Regionen gearbeitet."
Bei den Vorschlägen für eine Budgetkonsolidierung hält Gauper Steuererhöhungen - "wohlgemerkt nicht nur eine Bankensteuer" - für kontraproduktiv. "Man kann die Unternehmen nicht weiter belasten. Priorität muss eine Reform der Verwaltung und des Gesundheitswesens haben."
Die Verstaatlichung der Hypo Alpe Adria kommentiert der Raiffeisen-Vorstand zurückhaltend. "Es gab einen Zuspruch zu unseren Banken." Über die Höhe der Sparsummen, die zu Raiffeisen flossen, wollte sich Gauper nicht äußern.














