Kulinarik und Design im Gewerbepark
Ladenbauer Lichtenegger hat sich im Gewerbepark Wolfsberg eigenes Hotel designt.
Das Hotel könnte auch in Paris oder Rom stehen, so stylisch wie es sich mit dem originellen Möbel-Mix, der großformatigen Kunst an den Wänden und der luftigen Empore präsentiert. Aber das Hotel steht im Gewerbepark St. Stefan bei Wolfsberg und war einst eine kahle Fabrikshalle. Zugegeben, die Umgebung ist nicht die exklusivste, aber dafür geht es im Hotel mit den 30 Zimmern, dem Spa-Bereich und dem Restaurant, in dem Haubenkoch Josef Sajowitz ausgefallene Gerichte zaubert, umso exklusiver zu - eine kulinarische Aufwertung für das Lavanttal.
Wolfgang Lichtenegger ist eigentlich Ladenbauer. Der vor 15 Jahren aus einer Schlosserei entstandene Betrieb "Lichtenegger interior" ist auf hochwertige Geschäftsausstattung spezialisiert. Hotelier wurde er nur durch Zufall. "Ich wollte in dem Haus alles verwirklichen was mir bisher im Lavanttal gefehlt hat", sagt Lichtenegger. Dabei hat er gleich seine eigenen Möbel, Türen, Einrichtungsgegenstände selbst gefertigt. Zusammen mit seiner Lebensgefährtin Silvia Amin, die als Innenarchitektin den richtigen Riecher für Design mitbringt, hat er das Hotel selbst gestaltet und eingerichtet.
Unter dem Motto "Freude am Genuss, am Schönen und an der Kunst", ist das Wohlfühlzentrum "Reart" entstanden, das am 26. November 2009 eröffnet wurde. Zielgruppen sind Geschäftsleute und Trendsetter, die sich ein schönes Wochenende mit Kulinarik und Wohlfühlen genehmigen wollen. Ein eigenes Kino mit einem riesigen Repertoire an Filmen und ein großzügiger Spa-Bereich machen es möglich, auch im Gewerbepark ein schönes Wochenende zu erleben. Der Name "Reart" setzt sich aus den Worten Restaurant und Kunst (Art) zusammen.
Dass die Kunst im Zentrum steht, ist überall spürbar. Der Industrie-Hotelier möchte jungen Künstlern die Chance geben, bekannt zu werden. Daher organisiert er monatlich Musikveranstaltungen und Vernissagen. Auch die Zimmer sind funktionelle Kunst: So gibt es beispielsweise ein Marilyn Monroe oder ein China Zimmer. Farben, Materialien und die individuellen Badezimmer-Lösungen machen aus jedem einzelnen eine Wohlfühl-Oase. "Im Moment liegt die Auslastung bei 60 Prozent, aber wir stehen ja noch am Anfang" so Lichtenegger, der bereits über einen weiteren Ausbau nachdenkt.














