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Zuletzt aktualisiert: 09.02.2010 um 13:23 UhrKommentare

Am günstigsten wohnen Mieter in Klagenfurt

Eine aktuelle Studie zeigt: Am günstigsten mietet man in Klagenfurt. Innsbruck ist hingegen die teuerste Landeshauptstadt. Und Kitzbühel ist der teuerster Ort Österreichs.

Foto © Kleine Zeitung/Jürgen Fuchs

Wer günstig wohnen will, sollte nach Klagenfurt ziehen. In der südlichen Landeshauptstadt zahlt man als Mieter im Österreich-Vergleich am wenigsten, nämlich 6,6 Euro pro Quadratmeter. Dies geht aus der neuesten Studie der Immobilienplattform www.immobilien.net hervor, die am Dienstag präsentiert wurde. Gemeinsam mit St. Pölten und Eisenstadt mietet man demnach in Klagenfurt am günstigsten.

Aufgrund der starken Nachfrage bei Mietwohnungen sind die Mieten allerdings österreichweit um 2 Prozent gestiegen. Darüber hinaus sei das Angebot an jüngeren Baujahren in den Landeshauptstädten 2009 größer geworden, was zu höheren Angebotspreisen führte, erklärt Immobilien.net-Geschäftsführer Alexander Ertler die Steigerungen bei den Mietpreisen am freien Markt. Der Vergleich der neun Landeshauptstädte zeigt: Innsbruck ist bei den Mieten mit 10,7 Euro/m2 die teuerste Landeshauptstadt. Wohnungen in sehr gutem Zustand kosten hier sogar 11,4 Euro/m2. In der Stadt Salzburg legten die Preise mit 9 Prozent am stärksten, auf 9,5 Euro/m2, zu. In Wien kosteten Wohnungen 9,3 Euro/m2, wobei Innenstadtlagen rund 15 Euro/m2 erreichten, Randbezirke dagegen nur 7 bis 8 Euro/m2. Die Landeshauptstädte Klagenfurt, St. Pölten und Eisenstadt verzeichnen mit 6,6 Euro/m2 die günstigsten Mieten in Österreich.

Eigentumswohnungen

Wohnen ist in Österreich im Westen am teuersten. Im Osten werden so hohe Preise nur in Wien und im Speckgürtel um Wien erreicht. Teuerster Ort ist Kitzbühel, teuerste Landeshauptstadt Innsbruck. Die größten Preissteigerungen bei Eigentumswohnungen haben 2009 Niederösterreich (+11 Prozent) und das Burgenland (+11 Prozent) verzeichnet. Gefallen sind die Preise dagegen in Kärnten (-7 Prozent) und der Steiermark (-5 Prozent). Teuerste Landeshauptstadt für Eigentumswohnungen in sehr gutem Zustand ist Innsbruck mit (im Median) 3.220 Euro pro Quadratmeter. Die Preise über alle Eigentumswohnungs-Angebote in der Tiroler Hauptstadt (in gutem und sehr gutem Zustand sowie Neubauten) legten im Jahresvergleich um 7 Prozent zu. Platz zwei bei Eigentumswohnungen in sehr gutem Zustand belegte Salzburg mit (im Median) 2.921 Euro/m2 (+12 Prozent gegenüber 2008), die Bundeshauptstadt Wien reihte sich mit 2.688 Euro/m2 (+6 Prozent) auf Platz drei. In der Kulturhauptstadt 2009 Linz wurden ebenfalls Spitzenpreise bei Wohnungen in sehr gutem Zustand von 2.630 Euro/m2 verzeichnet; gegenüber 2008 legten die Preise hier nochmals um 2 Prozent zu. Günstiger ist die Vorarlberger Landeshauptstadt Bregenz mit 2.335 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche. Am günstigsten waren die Wohnungspreise in St. Pölten (1.290 Euro/m2) und Eisenstadt (1.217 Euro/m2). Im Mittelfeld in der Top-Kategorie bei den sehr guten Eigentumswohnungen positionieren sich Graz mit 2.134 Euro/m2 und Klagenfurt mit 1.950 Euro/m2.

Hauspreise

Spitzenpreise bei Immobilien erzielten neben den Landeshauptstädten vor allem Ferienregionen. Zu den teuersten zählte 2009 der Bezirk Kitzbühel mit einem Angebotspreis von rund 3.000 Euro/m2. Noch teurer ist die Stadt Kitzbühel. Hier kostete der Quadratmeter Eigentum in sehr gutem Zustand 4.876 Euro. Im Osten werden so hohe Preise wie in den westlichen Bundesländern nur in Wien und in den Regionen um Wien erreicht. So kostete im Vorjahr eine Wohnung in sehr gutem Zustand in Klosterneuburg 2.675 Euro/m2. Für Wohnungen im Bezirk Wien-Umgebung musste man im Durchschnitt 2.550 Euro/m2 bezahlen. Nach einem leichten Rückgang bei den Hauspreisen im Jahr 2008 (-1 Prozent), stiegen die Angebotspreise 2009 trotz rückläufiger Nachfrage österreichweit um 5 Prozent. Zu erklären sei dies durch mehr Häuser in besseren Lagen und höherer Qualität im Angebot, so Ertler. "Immobilien in infrastrukturell gut ausgebauten Gebieten erzielen höhere Preise, während solche in weniger guten Lagen 2010 stagnieren bzw. weiter fallen werden", erklärt Ertler.

Die im Österreichvergleich massiv gesunkene Nachfrage nach Grundstücken hat sich insgesamt auf die durchschnittlichen Preise ausgewirkt. Diese haben im Jahresvergleich österreichweit um 9 Prozent nachgegeben. Im Durchschnitt kostet der Quadratmeter Privatgrund aktuell 89 Euro. In Niederösterreich wurden Grundstücke um 6 Prozent günstiger (aktuell im Median 94 Euro/m2), in der Steiermark um 5 Prozent (50 Euro/m2). Anders in Tirol, wo ein relativ geringes Angebot weiterhin auf eine hohe Nachfrage trifft und Haus- als auch Grundpreise gestiegen sind.


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Mietpreise

  • Innsbruck: 10,7 Euro/m2
  • Salzburg: 9,5 Euro/m2
  • Wien: 9,3 Euro/m2
  • Klagenfurt: 6,6 Euro/m2
  • St. Pölten: 6,6 Euro/m2
  • Eisenstad: 6,6 Euro/m2

Grafik

Grafik © www.immobilien.net

Grafik vergrößernGrafik © www.immobilien.net

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