Kärntner setzen aufs Bausparen
Bausparen boomt. Wüstenrot war erst Betroffener und ist jetzt Gewinner der Finanzkrise. 255.000 neue Verträge.

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Die Finanzkrise hat im Jahr 2008 auch Wüstenrot kalt erwischt - mit 72 Millionen Euro Verlusten durch Island- und Lehman-Papiere. 2009 hat das in Salzburg beheimatete Bauspar- und Versicherungsunternehmen ohne Staatshilfe die Einbußen weggesteckt und vom gestiegenen Sicherheitsbedürfnis der Anleger profitiert. Über eine Million neue Bausparverträge wurden 2009 bei allen vier österreichischen Bausparkassen abgeschlossen. Wüstenrot baute mit 255.000 neuen Bausparverträgen seinen Marktanteil um fünf Prozent auf 25 Prozent aus. Auf Rekordwert stieg auch die Wohnbaufinanzierung mit 867 Millionen Euro.
"Das ist das beste Ergebnis unserer 85-jährigen Geschichte", freute sich Vorstandschefin Susanne Riess-Passer gestern in Klagenfurt. Zum Wüstenrot-Jahresergebnis von 40 Millionen Euro trägt die Wüstenrot-Versicherung 25 Millionen Euro bei. "Wir haben unsere Hausaufgaben gut gelöst", sagte Vertriebsvorstand Franz Meingast, der auf Zukunftsvorsorge und das "thermische Sanieren aus einer Hand" mit Bawag-PSK als Partner setzt, sowie auf Lehrlinge und Frauen im Vertrieb.
Führend bei Bausparern
"Kärnten ist ein wunderschönes Land, ich habe viele Freunde hier", streute Riess-Passer Blumen - auch als Wüstenrot-Chefin. Die von Simon Kanz geführte Landesdirektion Kärnten/Osttirol hat mit 12.595 neuen Bausparverträgen das beste Bundesländerergebnis erreicht. 115.341 Kärntner und Osttiroler bausparen derzeit bei Wüstenrot, 9716 haben ihre eigenen vier Wände bei Wüstenrot finanziert. 57,2 Millionen betrug im Vorjahr das Finanzierungsvolumen für den privaten Wohnbau in Kärnten und Osttirol. Wüstenrot ist in Kärnten und Osttirol beim Bausparen Marktführer. Landesdirektor Kanz wurde am Abend mit dem Großen Goldenen Ehrenzeichen des Landes belohnt.














