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Zuletzt aktualisiert: 07.02.2010 um 07:40 UhrKommentare

Keine Million für den Freund

Einen Freund per SMS reich machen: Damit lockt ein neues Gewinnspiel. Verbotenerweise, sagt der Finanzminister und droht mit Strafe, weil der Betreiber keine Glücksspiellizenz hat.

Foto © sg - Fotolia.com

"Machen Sie einen Freund zum Millionär": Mit diesem Slogan wird seit zwei Wochen ein Handy-Gewinnspiel intensiv beworben. Per Mehrwert-SMS (70 Cent) kann die Handynummer eines Freundes nominiert werden, der an diesem Tag die Chance auf den Gewinn von einer Million Euro hat. Verlost wird das Geld aber unter allen Handynummern Österreichs - insgesamt rund zwölf Millionen. Nur wenn eine Telefonnummer gezogen wird, die an diesem Tag eingesendet wurde, wird der Gewinn tatsächlich ausgezahlt.

Glücksspiel

Bei den Anbietern des neuartigen Gewinnspiels war man sich bislang sicher, dass kein Glücksspiel vorliegt, weil der Teilnehmer selbst nicht gewinnen kann. Nach einer akribischen Prüfung kamen die Experten des Finanzministeriums aber zu einem anderen Schluss: Bei der Handy-Lotterie handle es sich eindeutig um ein Glücksspiel, für das eine Konzession notwendig sei. Denn auf das aktuell beworbene Gewinnspiel würden alle Voraussetzungen für ein Glücksspiel zutreffen: Es gibt einen Veranstalter, der Teilnehmer entrichtet per Mehrwert-SMS eine Teilnahmegebühr, ein Geldgewinn wird in Aussicht gestellt und der Gewinn wird ausschließlich über eine zufallsbedingte Entscheidung ausgespielt. Der Einwand, dass der Absender (Teilnehmer) nicht der Begünstigte sei, sondern der Gewinn an den nominierten Freund ausbezahlt werde, ist laut Finanzministerium falsch. Rechtlich gesehen würde der Geldgewinn - zumindest bis zur Auszahlung an den Freund - dem Einsender der SMS gehören, weil dieser die Teilnahmegebühr entrichtet.


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Strafe

Der Bericht des Ministeriums wird am Montag an die Bundespolizeidirektion Wien für weitere Schritte übermittelt.

Wird die Handy-Lotterie dann nicht unverzüglich eingestellt, droht dem Betreiber eine Geldstrafe von bis zu 22.000 Euro pro Tag.

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