Chile 31. Mitgliedsland der OECD

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Chile ist am Montag als erstes südamerikanisches Land in die OECD aufgenommen worden. Laut der Organisation wurde ein entsprechendes Abkommen in Santiago zwischen OCED-Generalsekretär Angel Gurria und dem chilenischen Finanzminister Andres Velasco unterzeichnet. Chile wird erst nach der Ratifikation durch das nationale Parlament offiziell zum 31. OECD-Mitgliedsland.
Diese Aufnahme stellt für Chile "eine internationale Anerkennung nach zwei Jahrzehnten demokratischer Reformen und kluger wirtschaftspolitischer Entscheidungen" dar. Für die OECD stellt sie "einen bedeutenden Schritt in ihrer Mission dar, eine stärkere, gesündere und gerechtere Weltwirtschaft aufzubauen". Zuletzt war im Jahr 2000 die Slowakei in die OECD aufgenommen worden.
"Die chilenische Methode und ihre Erfahrung werden die OECD in Bezug auf bedeutende politische Entscheidungen anreichern", betonte Gurria. "Chile hat anhaltende Bemühungen gemacht, um die Wirtschaft zu reformieren. Diese Erfahrung wird für die OECD sehr wichtig sein, zumal wir nach Lösungen für Probleme wie die Ungleichheit oder die Notwendigkeit dauerhafter Pensionssysteme suchen", so der OECD-Chef.
In Lateinamerika zählt bereits Mexiko zu den Mitgliedern der OECD, während mit Brasilien eine enge Zusammenarbeit betrieben wird. Beitrittsverhandlungen sind gegenwärtig weiter mit Russland, Israel und Slowenien im Gange. Eine enge Zusammenarbeit pflegt die Organisation weiter mit Südafrika, China, Indien und Indonesien.
In Chile wird seit 20 Jahren eine Wachstumsrate von mehr als fünf Prozent des BIP verzeichnet. Zudem wurden bedeutende Fortschritte bei der Armutsbekämpfung gemacht. Dank der Reformen Anfang der 1980er Jahre verfügt das Land über ein privates Alterspensionssystem, an dem sich zahlreiche Länder in der Welt inspiriert haben. Vorsichtige Steuermaßnahmen haben es dem Land erlaubt, die Wirtschaftskrise von 2008 relativ unbeschadet zu bestehen.














