GPA fordert ein höheres Arbeitslosengeld
"Mit 805 Euro kann man Fixkosten nicht zahlen."
Gewerkschaft fordert mehr Arbeitslosengeld
"Wenn es für Banken Hilfspakete gibt, dann muss es die auch für Menschen geben", fordert Jutta Brandhuber, Regionalgeschäftsführerin der Gewerkschaft der Privatangestellten (GPA). Konkret geht es um die Anhebung des Arbeitslosengeldes von 55 auf 60 Prozent des letzten Nettogehaltes - der EU-Durchschnitt beträgt laut GPA sogar 65 Prozent.
"Mit den durchschnittlich 805,90 können die Bürger ihre Fixkosten nicht bezahlen", ergänzt GPA-Regionalsekretär Günther Muhrer, der die österreichweite Aktionswoche organisiert hat. An Pendlerparkplätzen und bei Einkaufszentren will die GPA für ihre Forderung werben - mit Postkarten, die dann an Finanzminister Josef Pröll geschickt werden.
Die "Zielgruppe" der Aktion ist groß: In Kärnten sind derzeit bei 1755 offenen Stellen 20.000 Menschen arbeitslos - um 22,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Diese Quote von derzeit 8,8 Prozent wird weiter steigen. Schon jetzt ist jeder fünfte einmal im Jahr arbeitslos. 19 Monate beträgt die durchschnittliche Arbeitslosendauer.
"Nicht die Manager, sondern die Leute, die jetzt arbeitslos sind, zahlen für die Krise", sagt Brandhuber. Gerade betreut sie einen 54-jährigen Kärntner, der in der Elektroindustrie arbeitet: Er muss auf 25 Prozent seines Gehaltes verzichten. Aber nicht nur für ein paar Monate, sondern bis zum Ende seines Erwerbslebens.














