Arbeitsmarkt-Maßnahmen laufen an
Die hunderten Quelle-Mitarbeiter sollen möglichst rasch bei anderen Firmen untergebracht werden.

Foto © ReutersAm Montag wurde der Konkurs beantragt
Der oberösterreichische Wirtschaftslandesrat Viktor Sigl verwies darauf, dass sich die Sozialpartner, AMS, Betriebsrat und Land Oberösterreich bereits in der Vorwoche eng abgestimmt hätten. Auch um die Lehrlinge wolle man sich besonders annehmen. Es gebe Beratung und Information vor Ort durch das AMS und die Arbeiterkammer, eine eigene Jobbörse und die Mithilfe der Wirtschaftskammer bei Vermittlung zu anderen Unternehmen.
Sigl erklärte, er rechne wie AMS-Chef Roman Obrovski damit, dass 300 bis 500 Mitarbeiter in die Insolvenzstiftung eintreten, die zu 60 Prozent vom AMS und zu 40 Prozent vom Land finanziert werde. Gerade für die rund 300 Mitarbeiter ohne Berufsabschluss sei die Insolvenzstiftung eine Chance. Der Landesrat sicherte zu, er werde sich für mögliche Zukunftsszenarien für das Unternehmen und den Standort einbringen, wofür auch eine Einbindung der Technologie- und Marketinggesellschaft des Landes angedacht sei.
ÖGB-Landesfrauenvorsitzende Christine Lengauer gab zu bedenken, dass sehr viele Frauen, die als Hilfsarbeiterinnen beschäftigt waren, ihren Arbeitsplatz verlören. Die vielen Verpackerinnen und angelernten Arbeiterinnen bei Quelle müssten mit einem sehr niedrigen Arbeitslosengeld über die Runden kommen. Vor allem für wenig Qualifizierte werde die Suche nach einem neuen Job schwierig. Die angekündigte Stiftung für die Quelle-Beschäftigten müsse ausreichend dotiert sein, damit auch wirklich alle die Chance auf eine Aus- oder Weiterbildung - und damit eine Perspektive für die Zukunft - bekommen. Für Einzelschicksale - einige Frauen, die kurz vor der Pension stehen - sollte es sozial verträgliche Lösungen geben, damit sie die Zeit bis zum Pensionsantritt überbrücken können. Die Vorsitzende der Sozialdemokratischen Gewerkschafter (FSG) Linz, Bettina Stadlbauer, forderte, es müsse alles getan werden, damit Härtefälle gemildert und der Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt erleichtert werden.














