"Lehman-Verlust verdaut"
Landesversicherung büßte im Vorjahr 1,5 Millionen Euro ein. Erfolgsjahr macht Verlust wieder wett.
Wir haben heuer ein sehr gutes Jahr", freuen sich die Direktoren der Kärntner Landesversicherung, Robert Laßnig und Gerhard Schöffmann. "2009 läuft so hervorragend, dass wir das gute Jahresergebnis von 2007 deutlich übertreffen werden", berichtet Laßnig. Bei ihm klingt Erleichterung durch, denn 2008 musste die Landesversicherung einen empfindlichen Verlustposten auf Null abschreiben.
Knapp 1,5 Millionen Euro hatte die Landesversicherung in Lehman-Papiere investiert. Als das US-Investmenthaus Lehman Brothers im Vorjahr zum Ausbruch der Finanzkrise pleite ging, stürzte der Wert der Papiere ins Bodenlose.Jetzt steht die Landesversicherung auf einer vom "Format" auszugsweise veröffentlichten Liste von 700 österreichischen Lehman-Opfern. Sie haben alle beim US-Forderungsverwalter Epiq Systems ihre Forderungen gestellt, um aus der Lehman-Konkursmasse wenigstens noch einen Teil zurückzuerhalten. Rund 2,15 Millionen US-Doller hat die Landesversicherung angemeldet. Andere Opfer aus der Versicherungsbranche hat es schwerer getroffen: Uniqa mit 22 Millionen Dollar, Allianz mit 56 Millionen Dollar, Generali mit 70 Millionen Dollar. Am härtesten traf es die Raiffeisen Zentralbank mit 311 Millionen Dollar.
"Wenigstens hatten wir nicht US-Papiere, sondern Papiere von Lehman Holland. Für sie hätten wir bis Anfang November noch 15 Prozent bekommen", so Laßnig. Die Landesversicherung hatte sich wie die anderen Opfer auf ein AA+-Rating verlassen. "Ich hoffe, wir kriegen was zurück", so Laßnig.
Wegen der Lehman-Einbuße und hoher Schäden musste die Landesversicherung im Vorjahr vier Millionen Euro Jahresverlust wegstecken. Heuer ist alles verdaut. Das gute Ergebnis 2007 (ein Plus von rund 1,4 Millionen Euro) wird sogar deutlich übertrumpft.














