"Kostenbremse bei der Ersten trifft uns nicht"
Gernot Schmerlaib, Vorstandsdirektor der Kärntner Sparkasse, im Gespräch.
1.Das Leitinstitut der Österreichischen Sparkassen, die Erste Bank, muss 20 Millionen Euro einsparen. Wird das unmittelbare Auswirkungen auf die Kärntner Sparkasse haben oder ist auch hier von Haus aus sparen angesagt?
GERNOT SCHMERLAIB: Die Strukturen von Erste und Kärntner Sparkasse sind vollkommen getrennt. Freilich aber sind wir genauso aufgerufen zu sparen. Das tun wir bei den Sachkosten und beim optimalen Umgang von nicht notwendigen Investitionen.
2. Das heißt, die Mitarbeiter- und Filialzahl bleibt unverändert?
SCHMERLAIB: Selbstverständlich behalten wir unsere - die Auslandsmärkte in Slowenien und Oberitalien miteingerechnet - rund 800 Mitarbeiter. Wir stecken sogar Geld in die Renovierung einzelner Standorte: Zuletzt war es zum Beispiel die Filiale Spittal Ost, demnächst eröffnen wir ein Servicecenter bei der Klagenfurter Universität. Und wir geben uns in unseren beiden Auslandsmärkten trotzdem weiter expansiv.
3.Ihre Tochterbank in Slowenien, die Banka Sparkasse, hat derzeit heftig mit dem insolventen Mischkonzern Istrabenz zu kämpfen. Sie ist mit immerhin 56 Millionen zweitgrößter Gläubiger . . .
SCHMERLAIB: Dahinter stecken aber Kredite der gesamten Sparkassen-Gruppe. Das Kreditproblem ist ein normales und nicht existenzgefährdend. Was uns gegenüber anderen Banken unterscheidet ist, dass sie Spekulationsverluste erleiden. Wir aber Kreditverluste.














