Winter-Werbung setzt im Osten an
2,8 Millionen Euro steckt Kärnten in die Bewerbung der Winter-Saison. Ungarn und Tschechien verstärkt im Fokus.

Foto © AP/ Symbolbild
Vergangenen Winter bilanzierte der Kärntner Tourismus mit 3,6 Millionen Übernachtungen. Es war das zweitbeste Ergebnis aller Zeiten und es ist ein ehrgeiziges Ziel, die selbe Zahl heuer wiederum zu schaffen.
Allerdings muss die Kärnten Werbung nicht nur gegen die Wirtschaftskrise kämpfen, sondern auch gegen den Trend zu kürzeren Urlauben und kurzfristigeren Buchungen.
Eine neue Winterkampagne, die weniger Information als vielmehr Imagewerbung bietet, soll helfen. "Sonne, Süden, Schivergnügen" - so lautet heuer die (nicht neue) Slogan-Alliteration für den Winter. 2,8 Millionen Euro kostet die komplette Winter-Promotion, die gerade angelaufen ist.
Diesmal geht es hauptsächlich um Großflächen-Plakate. In Tschechien ist die winterliche Kärnten-Werbung heuer auf Straßenbahnen zu sehen, in Budapest in der U-Bahn.
Schokoladenseite
Überhaupt legt Kärnten Werbung-Chef Werner Bilgram heuer die "stärksten werblichen Impluse" auf die CEE-Länder Ungarn, Polen, Tschechien, Kroatien, Slowenien, die Slowakei und Rumänien, die gemeinsam bereits 22 Prozent der Nächtigungen im Kärntner Winter ausmachen. Auch werbliche Kooperationen mit Porsche oder Milka sollen weitere Gäste aus Zentral- und Osteuropa nach Kärnten locken.
Die so genannten Haupt-Herkunftsmärkte für den Winter bleiben aber Österreich mit 35 Prozent und Deutschland mit 26 Prozent. Hier will sich die Kärnten Werbung gegenüber Tirol oder Salzburg mit den Werbe-Themen "Familie" und "Wohlfühlen" abgrenzen.
Für die beste Werbung braucht aber niemand zu zahlen: Es sind 80 Zentimeter Neuschnee am Mölltaler Gletscher. Täglich in Betrieb ist wie berichtet auch der Wildkopf-Lift auf der Turrach.
EVA GABRIEL














