Kärntner Gemeinden als Job-Motor
300 Langzeitarbeitslose sollen Arbeit kriegen, falls Gemeinden sie brauchen.
Von der Verwaltungseinheit zum Beschäftigungsmotor: Die Kärntner Gemeinden müssen in Zeiten wie diesen verstärkt als Arbeitgeber hinhalten.
Haben sie noch Kapazitäten, Bedarf? Ein neues Beschäftigungsprogramm des Arbeitsmarktservice (AMS) baut einmal mehr darauf, ebendort "neue Beschäftigungsmöglichkeiten zu erschließen".
Diesmal geht es darum, Langzeitarbeitslose (die länger als ein Jahr arbeitslos sind) und solche, die es werden könnten, wieder einzugliedern. Ende September waren in Kärnten 3757 Personen sechs Monate und 876 Personen zwölf Monate ohne Job. Eine Steigerung von 80 bzw. 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
300 sollen in das neue "Sonder-Beschäftigungsprogramm", das auf ein Jahr befristet ist. Gemeinden, gemeindenahe Betriebe und gemeinnützige Vereine sollen die Jobs zur Verfügung stellen - etwa in der Ortsbildpflege, in der Kinder- oder Seniorenbetreuung, in Sport oder Kultur.
Acht Monate zahlt das AMS den Lohn, drei das Land und nur ein Monat ist vom Dienstgeber selbst zu bezahlen.
Die Aktion kostet 5,5 Millionen Euro, wobei vier das AMS stellt und 1,5 das Land.
Start ist jetzt - sofern jemand Bedarf hat und der Arbeitslose sich vermitteln lässt.
Am Rat von AMS-Chef Josef Sibitz merkt man, dass die Zeiten düster sind: "Wenigstens können sich die Arbeitslosen nach dem einen Jahr in Beschäftigung wieder Anspruch auf Arbeitslosengeld erarbeiten."














