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Zuletzt aktualisiert: 07.08.2009 um 05:30 UhrKommentare

Swatch: Eine Uhr rettet die Branche

Arlette-Elsa Emch, die neue Frau in der Chef-Etage über Sinnlichkeit und Erfolg der berühmten Plastik-Uhren.

Foto © Koscher

Wenn Sie auf Ihr Handgelenk schauen, welche Swatch tragen Sie heute?

ARLETTE-ELSA EMCH: "Es ist eine Dream White aus der Core-Collection. Ich bin meistens weiß ge kleidet, da finde ich diese Uhr sehr nett dazu. Weiß ist eine gute Farbe, sie gibt mir nie das Gefühl, verkleidet zu sein.

Erstmals steht eine Frau an der Swatch-Führungsspitze. Sie folgen Swatch-Erfinder Nicolas G. Hayek in die Chef-Etage nach. Was macht eine Frau anders?

EMCH: Da müssen Sie meine Mitarbeiter fragen. Ich war viele Jahre Country Manager für Japan, mit einer ausgeprägt dominierten Männer-Gesellschaft. Ich hatte keine Probleme dort, weilich es immer mit Dialog versucht habe. Sobald man erklärt was man will und wie man es will, hat man keine Probleme.

Wieviele Mitarbeiter dirigieren Sie?

EMCH: Es sind über 3000. 2500 bei Swatch, 300 bei der Uhrens parte von Calvin Klein, 130 bei der Schmuckkollektion, 450 in Japan und 80 in Südkorea.

Wie sind Sie zu diesem Job gekommen?

EMCH: Ich habe lange Jahre als Journalistin für verschiedene Zeitungen gearbeitet. Bei einem Interview mit Herrn Hajek war ich so fasziniert von dem Mann, dass ich gedacht habe: Wenn ich aus dem Journalismus gehe - dieser Beruf klebt einem ja auf der Haut - dann würde ich nur für Hajek arbeiten. Als 1992 ein Inserat erschien, habe ich angerufen. Er hat sich noch erinnert.

Beschreiben Sie uns Ihren Arbeitstag?

EMCH: Ich bin eine Frühaufsteherin, weil ich Zeit für mich brauche. Dann ziehe ich im Pool einige Runden. Um sieben Uhr meldet sich schon Südkorea und Japan, dann ist der Tag ausgefüllt mit Meetings bis etwa acht Uhr.

Bei diesem Zeitplan brauchenSie eine verlässliche Uhr. Ist es im- mer und überall Swatch?

EMCH: Die Uhren sind wahnsinnig präzise. Ich könnte auch eine teure tragen, hätte aber nie diese genaue Zeit. Ich sammle Swatches seit 1992 und habe etwa 50 Modelle. Man bringt es ja nicht übers Herz, diese Uhren wegzugeben. Das ist wie mit Laboutins (Designer-Schuhe). Ich finde eine Swatch auch zu einem Abendkleid schön. Der Stilmix erlaubt, dass man Swatch oder H&M zu Luxusmarken trägt.

E.TSCHERNITZ-BERGER

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