Zuletzt aktualisiert: 30.07.2009 um 21:22 Uhr
Erste mit 492 Millionen Euro Halbjahresgewinn
.Eine deutlich bessere Halbjahresbilanz als es die Analysten prophezeit hatten, lieferte am Freitag die Erste Bank ab.

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Zwar musste sie von Jänner bis März mit 892 Millionen Euro mehr als doppelt so viel Geld für faule Kredite bei Kunden in Mittel- und Osteuropa auf die Seite legen, dennoch bleibt unterm Strich ein Netto-Halbjahresgewinn von 492 Millionen Euro. Zum Vergleich: Im ersten Halbjahr 2008 waren es mit 636 Millionen Euro um 22 Prozent mehr. Erste-Chef Andreas Treichl wies auch jegliche Gerüchte, die heimischen Banken müssten schon bald wieder beim Staat um Geld ansuchen, zurück: "Wir werden ganz bestimmt nicht noch einmal zum Staat gehen." Im Frühjahr hatte die Erste als erste Bank 1,2 Milliarden Euro Partizipations-Kapital zugeschossen bekommen.
"Wir haben ein Riesen-Filialnetz, das uns hohe Kosten verursacht, aber das uns jetzt in der Krise nutzt", so Treichl, "wir bekommen Einlagen herein."
Ebenso wenig will Treichl von apokalyptischen Vorhersagen zur Lage in Osteuropa hören: "Was wir haben, ist eine ernste Rezession, aber kein Armageddon." Das zeige sich nicht zuletzt daran, dass - die Ukraine ausgenommen - alle Töchterbanken in Südosteuropa im ersten Halbjahr Gewinne schrieben.