Power Card profitiert von "Balkonien"
Weil viele Kärntner heuer Urlaub zu Hause machen, verzeichnet die Power Card eine 35-prozentige Steigerung.

Foto © KoscherPower-Card boomt derzeit
Nichts ist ohne sein Gegenteil wahr - das zeigt sich auch an der heurigen Geschäftsentwicklung der Kärnten-Card. Durch die Krise im Tourismus muss die Interessensgemeinschaft von 106 Kärntner Ausflugszielen bisher vier Prozent Rückgang bei der Urlauber-Karte hinnehmen, die voriges Jahr 155.000-mal verkauft wurde. Doch bei der Karte für die Einheimischen, Power-Card genannt, darf sich Obmann Ernst Nageler über ein fettes Plus von 35 Prozent freuen. Mit dieser Karte waren vorigen Sommer 40.000 Kärntner unterwegs.
Der Grund: "Die Kärntner machen vermehrt Urlaub auf Balkonien, also in Kärnten", sagt Nageler. Die blau-gelbe Karte fungiert also als eine Art Krisen-Verschonungs-Instrument für die Ausflugsziele. Parallel dazu dient sie aber auch als Anti-Flucht-Pille für Urlauber: "Gäbe es sie nicht, wären die Campingplätze bei Schlechtwetter leergefegt", glaubt Nageler. Auch geben immer mehr Pensionen und kleine Hotels die Karte gratis an ihre Gäste ab, um so deren Aufenthaltsdauer zu verlängern. Derzeit sind es kärntenweit 400 Beherberungsbetriebe.
Längerer Aufenthalt
Durch Studien der Uni Klagenfurt ist belegt: Wer die Karte hat, bleibt länger hier, um sie auszunützen. Im Schnitt werden von Urlaubern zehn Ziele mit der Karte aufgesucht, von Einheimischen 14. Allein 70.000 Urlauber machen wegen der Karte hierzulande Urlaub. Dabei erfreuen sich erstaunlicher Weise die Seilbahnen großer Beliebtheit: Sie werden zu 40 Prozent mit der Karte frequentiert.
Für eine Abrechnung sei es jetzt, im Juli, aber noch zu früh, sagt Nageler. Denn die Karten sind ja noch zu haben. Für Urlauber um 36 Euro bzw. 15 Euro für Kinder - gültig für zwei Wochen. Für Einheimische um 52 Euro für die ganze Saison.














