Hightech ohne Grenzen
Hightech-Schmieden aus Kärnten und Friaul-Julisch Venetien sollen näher zusammenrücken. "Tri ICT" nennt sich ein Partnerprojekt von drei Universitäten dazu.
Es ist erschütternd, wie wenig wir von unseren nächsten Nachbarn wissen. Kennen Sie eine einzige Hightech-Firma aus Udine? Genau so ergeht es auch den meisten Kärntner Hightech-Unternehmen. Ein grenzüberschreitendes Projekt, will das Wissen der Nachbarn voneinander vertiefen und Kooperationen namens "Tri ICT" (drei Partner für Informations und Kommunikationstechnologie) anbahnen.
Unternehmen aneinander rücken.
"Wir wollen innovative Unternehmen enger aneinander rücken", erklärt Erich Schwarz von der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt, die das Interreg-Projekt gemeinsam mit den Universitäten in Udine und Triest trägt. Auf vier Teilbereiche will man sich konzentrieren: Das Feld der Informationstechnik in der Gesundheit (E-Health) wird bereits bearbeitet, im Herbst startet die Zusammenarbeit im Bereich Tourismus. Projekte für Logistiker und die Alternativenergien werden folgen. "Ziel ist es, Unternehmen zusammenzubringen", meint Schwarz. Am wichtigsten seien mutige "Lead User", also Unternehmen, die neue Technologien früh einsetzen wollen. "Tri ICT" will demnach Hersteller von Soft- und Hardware-Lösungen mit potenziellen Kunden in der Region zusammenbringen.
Kooperationen.
Aber auch Vertriebs- oder Entwicklungspartnerschaften will die Kooperation in die Wege leiten. Vielleicht entsteht aus der Partnerschaft der drei Universitäten sogar ein grenzüberschreitender Cluster. "Es ist schwer, die Hightech-Dichte in Kärnten mit jener in Friaul zu vergleichen, wir sollten aber ziemlich gleichauf liegen", meint Schwarz. Im Herbst findet in Kärnten ein Hightech-Gipfel von "Tri ICT" zum Thema Tourismus statt. Dabei sollen sowohl Anbieter innovativer Tourimus-Lösungen (Buchungsplattformen, Kundenbindungs-Systeme etc.) als auch Hoteliers und Tourismus-Manager zusammengebracht werden.














