Umfrage zur Wirtschaftskrise: Sorgenfalten der Österreicher wieder tiefer
Laut der neuesten market-Umfrage für ORF-"Eco" ist der Pessimismus im Land wieder leicht angestiegen. 60 Prozent lehnen eine Nulllohnrunde ab, das Vertrauen in die Regierung ist gesunken.

Foto © Erwin ScheriauEin Drittel der Bevölkerung spürt die Krise im Geldbörsel
Wieder eine Umfrage zur Wirtschaftskrise: Knapp zwei Drittel der Österreicher (63 Prozent) glauben, dass ihre persönliche finanzielle Situation in den nächsten zwei bis drei Monaten gleichbleibt. Dagegen rechnen 27 Prozent mit einer Verschlechterung, nur neun Prozent mit einer Verbesserung, ergab eine aktuelle market-Online-Befragung von 1.001 Personen für das ORF-Magazin "Eco".
Krise im Geldbeutel. Im Oktober sei die Krisen-Betroffenheit am höchsten gewesen. Nach einer leichten Entspannung im Jänner seien die Sorgenfalten der Österreicher jetzt wieder tiefer. "Wir haben mittlerweile ein relativ stabiles Drittel der Bevölkerung, das sagt, ich spüre die Krise im Geldbörsel, am Arbeitsplatz und insgesamt von der Stimmung her", so Beutelmeyer. Bei der Umfrage gaben 33 Prozent an, persönliche Auswirkungen der Krise zu spüren, für den Großteil (63 Prozent) ist das nicht der Fall.
Sparmaßnahmen. Als Reaktion auf die Konjunkturflaute wollen viele den Gürtel enger schnallen: 59 Prozent wollen weniger für teure Lebensmittel und Restaurantbesuche ausgeben, 56 Prozent sparen beim Autokauf, 54 Prozent beim Urlaub. Die Ausgaben für Friseur, Kosmetik, Heizung, Sprit, Gas und Wasser wollen 51 Prozent drosseln. 48 Prozent möchten sich bei der Kleidung einschränken. Bewusst vom Krisensparen ausgenommen werde hingegen "alles rund ums Haus", Lebensmittel des täglichen Bedarfs und Bildung, so Beutelmeyer.
An Vertrauen verloren. Am Arbeitsplatz befürchten 59 Prozent der Befragten keine krisenbedingten Einsparungen. 31 Prozent haben davor sehr wohl Angst. Eine Nulllohnrunde halten 60 Prozent der Befragten für "eher falsch", 24 Prozent bezeichnen eine solche als "eher richtig". Die Regierung hat in puncto Krise seit Jahresbeginn an Vertrauen verloren. Im Jänner meinten noch 50 Prozent der Befragten, die Regierung setze die richtigen Maßnahmen. Aktuell glauben das nur mehr 32 Prozent. Fast ebenso viele (31 Prozent, Jänner: 28 Prozent) meinten, das sei nicht der Fall.














