Nachschub für Fördergelder
Das Land Kärnten stellt 50 Millionen Euro als Beteiligungs-Kapital für Unternehmen zur Verfügung. KWF soll die Beteiligungen managen.
Steht Kärnten der nächste Gesellschafts-Dschungel bevor? Fix ist die Gründung von zwei weiteren Landesgesellschaften unter dem Dach des KWF, wie Finanzlandesrat Harald Dobernig im Gespräch mit der Kleinen Zeitung erklärt.
Zwei Gesellschaften.Zwei Gesellschaften, über die sich das Land ähnlich eines Private-Equity-Fonds an Unternehmen beteiligen will. 30 Millionen Euro stehen für Beteiligungen im Bereich Gewerbe und Industrie zur Verfügung, 20 Millionen Euro für Tourismus-Beteiligungen. Weitere 100 Millionen Euro werden als Haftungen gesetzt.
Beteiligung. "Wir sehen das als indirekte Wirtschaftsförderung", erklärt Dobernig. Nach den Förderrichtlinien des KWF müssen Unternehmen mindestens 25 Prozent der Investitionssumme als Eigenmittel aufbringen. "Da viele gute Unternehmen jetzt aber keine Kredite bekommen, könnten sie keine Förderungen beantragen. In diesen Fällen beteiligen wir uns an der Firma, damit sie investieren kann", so Dobernig.
Kein Beschluss. Dass die Landesbeteiligungen nicht von politischer Willkür abhängig sein werden, will KWF-Vorstand Hans Schönegger unterstrichen wissen. "Beteiligungen gibt es nur in jenen Fällen, wo das KWF-Kuratorium ohnehin eine Förderung anerkennt." Gemanagt werden die neuen Gesellschaften - so Dobernigs Plan - von den KWF-Vorständen Schönegger und Erhard Juritsch. Gilbert Isep, Vorsitzender des Kuratoriums, wollte gestern noch nicht Stellung nehmen. Einen Kuratoriums-Beschluss gibt es in dieser Angelegenheit noch nicht.
Nur bei Ausfällen. Die 50 Millionen Euro sollen allerdings nicht direkt an die Unternehmen fließen, sondern "ähnlich der Babeg" nur bei Ausfällen schlagend werden. "Dort haben wir seit Jahren solche Beteiligungen und noch nie draufgezahlt", so Dobernig. Nach "zehn, 15 Jahren", so meint Schönegger, sollen die Landesbeteiligungen zurückbezahlt sein.














