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Zuletzt aktualisiert: 09.03.2009 um 13:34 UhrKommentare

Trotz Krise - Österreichs Exporte haben zugelegt

Österreichs Außenhandel hat in den Monaten November und Dezember die Auswirkungen der weltweiten Konjunkturkrise bereits zu spüren bekommen und das Gesamtjahr 2008 im Vergleich zu den Vorjahren nur noch mit bescheidenen Wachstumsraten abgeschlossen.

Österreichs Exporte sind gestiegen

Foto © APÖsterreichs Exporte sind gestiegen

Die Außenhandelsbilanz ist nach einem kleinen Aktivum 2007 im Vorjahr aufgrund des vergleichsweise hohen Defizits mit der EU-27 wieder negativ ausgefallen.

2009 wird hart. 2009 werde ein "hartes Exportjahr", sagte Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl am Montag bei der Präsentation der Außenhandelsdaten, ohne genaue Prognosen für das laufende Jahr abzugeben. Ziel sei es, "besser abzuschneiden als andere vergleichbare Länder". Er hoffe, dass "im zweiten Halbjahr eine Trendwende sichtbar" werde, dann könne Österreich "mit einem blauen Auge davon kommen". Wenn nicht, werde auch 2010 ein schwieriges Jahr für den Außenhandel.

Negative Bilanz. Nach vorläufigen Daten der Statistik Austria sind die die Einfuhren 2008 um 4,3 Prozent auf 119,13 Mrd. Euro und die Ausfuhren um 2,3 Prozent auf 117,33 Mrd. Euro gestiegen. Daraus ergibt sich ein Handelsbilanzpassivum von 1,8 Mrd. Euro, nach einem Aktivum von 400.000 Euro 2007. Die Konjunkturkrise hat sich mit einem markanten Einbruch im Außenhandel im November eingestellt, der bei den Einfuhren einen Rückgang von 7,5 Prozent und bei den Ausfuhren sogar von 14,3 Prozent erreichte. Im Dezember waren es dann einfuhrseitig -5,4 Prozent und ausfuhrseitig -9,0 Prozent.

Wichtigster Handelspartner: Deutschland. Stark geprägt waren die Ergebnisse 2008 erneut durch den Handel mit den EU-Staaten, der über 70 Prozent des österreichischen Gesamthandels ausmachte. Österreichs wichtigster Handelspartner ist dabei Deutschland. Die - traditionell negative - Handelsbilanz mit Deutschland ist laut Generaldirektor der Statistik Austria, Peter Hackl, mit 13,34 Mrd. Euro im Vorjahr besonders hoch ausgefallen, was zu einem Großteil für das Minus in der Bilanz mit den EU-Staaten verantwortlich gewesen sei. Auch die Exporte nach Deutschland seien mit einem Plus von 1,2 Prozent im Vorjahr schwächer als im gesamten Außenhandel ausgefallen.

Autoindustrie verliert. Bei der für Österreich wichtigsten Produktgruppe "Maschinen und Fahrzeuge", die auch Maschinen- und Fahrzeugteile für die Autozulieferindustrie beinhaltet, ist es 2008 in beiden Handelsrichtungen zu einem Rückgang von 2 Prozent gekommen. 2007 gab es in dieser Gruppe noch Zuwächse von 11,0 Prozent in der Einfuhr und 9,2 Prozent in der Ausfuhr. Besonders dramatisch wirkte sich das 4. Quartal aus, in dem die Einfuhren von "Maschinen und Fahrzeugen" um 11,4 Prozent und die Ausfuhren um 14,0 Prozent zurückgingen. Der Ausfuhrwert lag 2008 in dieser Gruppe bei 46,67 Mrd. Euro, der Einfuhrwert bei 40,85 Mrd. Euro.


Fakten

Die Handelsbilanz<*/b> vergleicht den Wert der exportierten Waren mit dem Wert der importierten Waren. Österreichs Handelsbilanz war in den vergangen Jahren stets positiv. 2008 ist sie trotz eines Exportplus negativ.

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