ÖBB und Wiener Linien werden teurer
Bahnfahren wird wieder teurer. "Im Sommer kommen Tariferhöhungen, und zwar gemeinsam mit den Wiener Linien", kündigt ÖBB-Personenverkehr-Chefin Gabriele Lutter im Interview mit dem "Standard" (Mittwoch-Ausgabe) an. Wie hoch diese ausfallen werden, hänge von der Höhe der Inflationsrate ab. Laut ÖBB-Holding werde es bis Jahresmitte 2009 jedoch keine Erhöhungen geben.
Über mögliche Tarifanpassungen ab der zweiten Jahreshälfte hätten bisher keine Gespräche mit den Verkehrsverbünden stattgefunden, deshalb könnten dazu auch noch keine Aussagen getroffen werden, teilte die ÖBB-Holding am Dienstagabend in Reaktion auf einen Zeitungsbericht mit.
Als Richtwert erwarten Beobachter einen Mischwert aus der (Ölpreis-Hausse-bedingt relativ hohen) Jahresinflation 2008 (3,2 Prozent) und der niedrigen, aber rezessionsbedingt unsicheren Prognose für 2009 (1,2 bis 1,5 Prozent). Um sich nicht jährlichen Polit-Diskussionen über Valorisierungen auszusetzen, bevorzugen die Öffi-Anbieter eine etwas kräftigere Erhöhung. Ob bei den staatlichen Eigentümern (Bund und Stadt Wien) fünf Prozent durchsetzbar sind, ist allerdings offen, berichtet die Zeitung.
Da der Bund der ÖBB den Einnahmenentgang von 15 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2009 ersetzt (der Preisstopp wurde vom damaligen Verkehrsminister Werner Faymann verordnet, Anm.), sei der Druck in Richtung Preisanpassung noch erträglich, sagt Lutter, die Preiserhöhung aber unvermeidlich.














