Steirische Sozialpartner erstellten Energiestrategie 2020
Die steirischen Sozialpartner haben am Montag ihre gemeinsame, ein Jahr lang vorbereitete "Energiestrategie 2020" für die Steiermark präsentiert.

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Unter Berücksichtigung von
EU-Klimaschutz- und Energiezielen, ökonomischen Notwendigkeiten und
technischer Machbarkeit habe man "harte Fakten und realistische,
nachprüfbare Potenziale auf den Tisch gelegt". Dazu wurden auch drei
Energieszenarien für die Zusammensetzung des Energiemix der
Steiermark 2020 erstellt. In einem Szenario wird eine 36-prozentige
Zunahme des Energiebedarfs (laut WIFO-Prognose) von 2005 bis 2020
angenommen, in einem zweiten das Halten des Verbrauchs und in einem
dritten eine 20-prozentige Reduktion gegenüber 2005.
Potenzialeinschätzung. Man habe bei der Erstellung die Grundenergieversorgung außer
Streit gestellt, die Strategie enthalte eine nachvollziehbare
Potenzialeinschätzung bei erneuerbaren Energie, sagte der Präsident
der Industriellenvereinigung Steiermark (IV), Jochen
Pildner-Steinburg. Der Strategieplan, den man auch der
Landesregierung bereits vorgelegt habe, enthebe die Politik aber
nicht ihrer Arbeit. Nach Einschätzung der Sozialpartner seien 22 bis
30 Prozent Ökoenergie in der Steiermark bis 2020 möglich. Weiters
erforderlich seien konsequentes Energiesparen, Ausbau erneuerbarer
Träger sowie zielgerichteter Ersatz fossiler Energie durch
erneuerbare Träger. Das EU-Ziel, bis 2020 rund 34 Prozent des
Energieverbrauchs aus erneuerbaren Trägern zu erreichen, werde sich
nicht umsetzen lassen.
Niedrige Betriebskosten.AK-Präsident Walter Rotschädl plädierte für energiebewusstes
Verbrauchsverhalten, was niedrigere Betriebskosten bedeute.
Konsumenten hätten es durch ihre Kaufentscheidung für ein
energieeffizientes Produkt in der Hand, die hohen jährlichen
Zuwachsraten beim Energieverbrauch zu verringern. Rotschädl und
ÖGB-Präsident Horst Schachner sehen auch in der Dämmung von Gebäuden
eine Chance, die Kosten dafür dürften aber nicht nur die Mieter
tragen.
Sanierungsbedürftige Häuser. Derzeit würden laut Rotschädl jährlich nur ein Prozent der
sanierungsbedürftigen Häuser in der Steiermark angegangen. Mit
Förderung oder steuerlichen Anreizen lasse sich diese Zahl auf drei
Prozent steigern. "Das bedeutet Wertschöpfung und Jobsicherung in der
Steiermark", so Schachner. Man habe rund 500.000 Häuser im Land,
davon seien rund 300.000 Sanierungsfälle, von denen 50 Prozent über
30 Jahre alt seien.
Biomasse. Für Landwirtschaftskammerpräsident Gerhard Wlodkowski sind neben
der Wasserkraft noch bei Biomasse und Solarenergie brachliegende
Potenziale. Man gehe davon aus, dass der Beitrag der erneuerbaren
Energie bis 2020 um 59 Prozent im Vergleich zu 2005 ausgebaut werden
könne. Für die Biomasse sehe man die größten Chancen im Wärmebereich,
aber auch bei der Ökostromerzeugung und in der Nutzung von Biogas im
Verkehrssektor.
Features
Fakten
Es wurden drei Energieszenarien für die Zusammensetzung des Energiemix der Steiermark 2020 erstellt. In einem Szenario wird eine 36-prozentige Zunahme des Energiebedarfs (laut WIFO-Prognose) von 2005 bis 2020 angenommen, in einem zweiten das Halten des Verbrauchs und in einem dritten eine 20-prozentige Reduktion gegenüber 2005.














