Autogipfel: Kritische Töne aus der Steiermark
Keine Verschrottungsprämie, zu wenig Impulse für den Markt und für die Forschung - steirische Vertreter sind mit dem Ergebnis des Autogipfels nicht zufrieden.

Foto © APAPolitiker und Wirtschaftsbosse trafen sich am Donnerstag beim Autogipfel.
Schon im Vorfeld des Autogipfels am Donnerstag hatten sich steirische Branchenvertreter mit einem Bündel an Forderungen zu Wort gemeldet. Kein anderes Bundesland ist aktuell stärker von der Krise betroffen als die Steiermark. Mehr als 7000 Menschen sind allein hierzulande im Automobilsektor auf Kurzarbeit, das Arbeitsmarktservice prognostiziert einen weiteren Anstieg. Insgesamt sind steiermarkweit rund 50.000 Menschen – das ist jeder neunte steirische Beschäftigte – direkt oder indirekt für die Branche tätig.
Talfahrt. Der 1995 gegründete Autocluster Styria umfasst 180 Partnerbetriebe, die zuletzt elf Milliarden Euro umgesetzt haben. Die Liste jener Betriebe, die bereits Mitarbeiter abgebaut haben, wird stetig länger. Ein Ende der Talfahrt ist nicht in Sicht.
Knapper Zeitplan. Die Hoffnung der steirischen Vertreter waren im Vorfeld des Gipfels dementsprechend groß. Wenngleich man hinter vorgehaltener Hand den knapp bemessenen Zeitplan der Veranstaltung von gerade einmal drei Stunden bekrittelte.
Verschrottungsprämie. Auch das Ergebnis kommentiert etwa Manfred Kainz, Chef des Werkzeug- und Instandhaltungsspezialisten TCM, aus steirischer Sicht eher nüchtern: "Die Flexibilisierung der Kurzarbeit ist absolut begrüßenswert. Für den Markt selbst wurde aber nichts getan." Das Argument, dass die Einführung einer Verschrottungsprämie nur im europäischen Gleichschritt sinnvoll sei, will er so nicht stehen lassen: "Hier sollte Österreich mit gutem Beispiel voran gehen." Die Gesundpflege des Marktes müsse in der aktuell so schwierigen Situation Priorität haben. Auch die Impulse im Bereich der Forschungsförderung sollten "unbedingt noch weiter gefasst werden", so Kainz.














