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Zuletzt aktualisiert: 08.01.2009 um 18:40 UhrKommentare

Tourismus macht auf Schönwetter

Eiszeit auf den Finanzmärkten, Schönwetter im Fremdenverkehr. In den Schiregionen ist alles eitel Wonne und Sonnenschein.

Foto © APA

Noch hat die weltweite Finanzkrise dem Fremdenverkehr ihren Stempel nicht aufgedrückt. Konjunkturtief hin, Rezession her, Deutsche, Italiener oder auch Russen verbringen ihren Winterurlaub nach wie vor am liebsten in Österreich.

Auftakt in Ordnung. Schon der Auftakt war schwer in Ordnung. Die Wintersaison 2008/09 (November bis April) startete im November mit 3,6 Millionen Nächtigungen immerhin auf Vorjahresniveau. Bei den nächtigungsstarken Herkunftsländern haben Deutschland und die Schweiz sogar leicht zugelegt, bei Tschechen, Polen oder Russen gab es sogar hohe, zweistellige Zuwachsraten.

Ausgebucht. Auch rund um die Weihnachtsfeiertage kamen heimische Hoteliers kaum zum Verschnaufen. Die Betten waren überwiegend ausgebucht, Tirol bewegte sich auf Rekordniveau, die Steiermark verzeichnete einen sehr zufrieden stellenden Buchungsstand, und in Kärnten sorgten die Rekordschneefälle im Dezember für einen zusätzlichen Schub an Anfragen bei den Beherbergungsbetrieben.

Silvester ein Renner. In diesem Tempo ging es auch in den letzten Tagen weiter. Das Silvester-Geschäft war "sehr, sehr gut", resümierte der Tourismus-Obmann der Wirtschaftskammer Österreich, Hans Schenner, selbst die Umsätze hätten sich sehen lassen können. Bis kommenden Samstag seien die heimischen Hotels jedenfalls "tadellos gefüllt".

Saison noch nicht vorbei. Dennoch warnt Schenner im Gespräch mit der Kleinen Zeitung vor übertriebenen Erwartungen. "Wir werden am Ende der Saison wohl wieder von einem Jänner Loch reden." Wer das hohe Niveau der vergangenen Jahre halten kann, gehöre laut Schenner schon zu den Gewinnern des heurigen Jahres.

Verhalten optimistisch. Nach dem guten Start rechnen Touristiker auch für die nächsten Wochen mit passablen Nächtigungszahlen. Die Finanzkrise drücke zwar auf die Reiselust, glauben Wirtschaftsforscher, das sollte die Wintersaison aber noch nicht tangieren. Ab März erwartet Egon Smeral vom Wirtschaftsforschungsinstitut aber auch in Österreich "spürbare Nachfragerückgänge", er bleibe jedoch verhalten optimistisch.

RAINER STRUNZ, THOMAS CIK

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