Gaskrise: Energielenkungsbeirat tagt
Die Eskalation im Gasstreit zwischen Kiew und Moskau hat am Dienstag auch in Wien bereits Krisenstäbe aktiv werden lassen. Ministerium: Grundversorgung der Haushalte sei gesichert.

Foto © APWirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner meint, dass die Haushalte nicht betroffen seien.
Wegen des totalen Lieferstopps von russischem Erdgas
ist heute, Mittwochnachmittag, in Wien der Energielenkungsbeirat im
Wirtschaftsministerium zusammen getreten. Unter Vorsitz von
Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (V) sind mehr als 30
Vertreter von Ministerien, Sozialpartnern, Energieunternehmen sowie
Experten versammelt, um über die aktuelle Lage und mögliche Maßnahmen
zur Sicherung der Gasversorgung zu beraten. Die Anhörung des Beirates
ist Voraussetzung für eventuelle Lenkungsmaßnahmen des
Wirtschaftsministers. Für heute sei aber jedenfalls keine Verordnung
geplant, hieß es aus dem Ministerium.
Statusbericht.
Die Energie-Control und die Austrian Gas Grid Managment AG (AGGM)
liefern einen Statusbericht zur Lage, auch über Empfehlungen an den
Wirtschaftsminister wird diskutiert. Anschließend findet um 15 Uhr
eine Pressekonferenz statt.
Zweite Russlandkrise.
Bereits im Jänner 2006 trat der Beirat zusammen, als schon damals
der Gasstreit zwischen der Ukraine und Russland eskaliert war.
Österreich hatte gerade die Ratspräsidentschaft übernommen. Zu einer
österreichischen Notverordnung zur Sicherung der Gasversorgung,
insbesondere der Haushalte, war es jedoch im Jahr 2006 nicht
gekommen.
Schnelle Entschärfung möglich.
So schnell wie die Krise ausgebrochen ist, so schnell könnte sie
auch wieder entschärft werden, erklärte ein Vertreter der E-Control
vor Sitzungsbeginn. Innerhalb von vier bis fünf Stunden würde wieder
Gas in Österreich eintreffen, sobald Moskau den Gashahn wieder
aufdreht. Der Druck in den Leitungen sei nämlich nach wie vor
vorhanden.














