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Bei Schiffsfonds rollt die Klagswelle "Flöttl hat nicht spekuliert, sondern gestohlen" Voriger Artikel Aktuelle Artikel: Wirtschaft Nächster Artikel Bei Schiffsfonds rollt die Klagswelle "Flöttl hat nicht spekuliert, sondern gestohlen"
Zuletzt aktualisiert: 31.12.2008 um 17:43 UhrKommentare

Ukraine beglich Schulden bei Gazprom

Im Gasstreit mit Russland hat die Ukraine nach Angaben des Gasmonopolisten Gazprom den Großteil ihrer Milliardenschulden beglichen.

Gazproms Export-Boss Alexander Medvedev kann sich ein Lachen nicht verkneifen

Foto © ReutersGazproms Export-Boss Alexander Medvedev kann sich ein Lachen nicht verkneifen

Die Summe von 1,5 Milliarden Dollar (1,078 Mrd. Euro) sei am Mittwoch bei dem Zwischenhändler RosUkrEnergo eingegangen, sagte Gazprom-Vizechef Alexander Medwedew vor Journalisten in Moskau. Das Geld sei noch nicht bei Gazprom selbst gebucht. Gazprom fordert von der Ukraine jedoch weiter Verzugsstrafen von rund einer halben Milliarde US-Dollar.

Verzwickte Lage. Ein Ende des Konflikts war ungeachtet der ukrainischen Zahlungen zunächst nicht in Sicht, weil es für die Gaslieferungen Russlands an das Nachbarland vom 1. Jänner an keine Vertragsgrundlage gibt. Gazprom wiederholte am Mittwoch, ohne neue Verträge der Ukraine den Gashahn an diesem Donnerstag abzudrehen. Lieferende ist demnach der 1. Jänner 2009, 8.00 Uhr. "Wenn es keinen Vertrag gibt, können und werden wir kein Gas an die Ukraine liefern", sagte Vize-Konzernchef Medwedew in Moskau.

Pipeline. Zwar will der russische Monopolist das für EU-Staaten bestimmte Gas weiter durch die Ukraine pumpen. Allerdings hat das ukrainische Unternehmen Naftogaz laut Gazprom die "Beschlagnahme des Gases" angedroht. Das staatliche ukrainische Unternehmen Naftogaz habe damit gedroht, ab dem 1. Jänner für europäische Kunden bestimmtes Gas zu beschlagnahmen, wenn im Streit um Gaslieferungen keine Einigung erzielt werde, so der stellvertretende Gazprom-Chef. Von Naftogaz gab es zunächst keine Stellungnahme. Die Ukraine meinte im Widerspruch zu Gazprom den Transit russischen Gases durch ihr Land nach Europa zu gewährleisten.

Heftige Kritik. Gazprom-Chef Alexej Miller warf der Ukraine laut Interfax dagegen eine "Politisierung des Konflikts" vor. Gazprom warnte die Ukraine, den bis 2010 laufenden Transitvertrag platzen zu lassen und die Beziehungen zur Europäischen Union zu beeinträchtigen. Vor der Begleichung der Schulden will der russische Konzern keinen Vertrag über Lieferungen für das Jahr 2009 abschließen. Die finanziell extrem angeschlagene Ukraine will angesichts der gesunkenen Energiekosten den zuletzt von Russland vorgeschlagenen Preis von 250 Dollar (180 Euro) nicht akzeptieren. Gazprom hatte betont, dass das Angebot "supergünstig" sei.


Fakten

In Moskau verhandelten am Mittwoch Naftogaz-Vertreter mit Gazprom. Die ukrainische Ministerpräsidentin Julia Timoschenko sagte unterdessen ihre für den Abend geplante Moskau-Reise ab.

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