Weihnachtsgeschäft bekam Finanzkrise nicht zu spüren
Die Österreicher kaufen entgegen den Trend fleißig ein. Die Umsätze liegen um vier Prozent unter dem Vorjahresniveau.

Foto © APAIn den Einkaufsstraßen tummelten sich tausende Menschen.
Das heurige Weihnachtsgeschäft ist trotz internationaler Finanzkrise und Konjunktureintrübung bisher gut verlaufen. Bis einschließlich 20. Dezember 2008 liegen die Umsätze zwar um 4 Prozent unter dem Vorjahr, kalenderbereinigt - 2007 gab es
um einen Einkaufstag mehr - liegt der Handel nach jüngsten Daten der KMU Forschung auf Basis einer Umfrage unter 400 Einzelhandelsgeschäften aber auf Vorjahresniveau. In der
Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) ist man daher zuversichtlich, im Weihnachtsgeschäft den Rekordumsatz des Jahres 2007 von 1,43 Milliarden Euro auch heuer wieder zu erreichen.
320 Euro
Im Durchschnitt gibt jeder Österreicher 320 Euro für Weihnachts-
geschenke aus.
"Hält Kurs". "Das Weihnachtsgeschäft hält Kurs", sagte Peter Voithofer von KMU
Forschung Austria am Montag bei der Präsentation dieser Zwischenbilanz. Das Weihnachtsgeschäft sei eine "stabile Größe" und unabhängig von der Entwicklung der Aktienkurse oder der Konjunkturentwicklung. Das Finish werde zeigen, ob der
Vorjahresumsatz wieder erreicht werde, "es schaut aber gut aus", betonte der Experte. Denn zum einen gebe es noch zweieinhalb Einkaufstage bis zum Heiligen Abend, zum anderen gewinne das Nachweihnachtsgeschäft immer mehr an Bedeutung.
Gutscheine und Bares. Dass ein Großteil des Weihnachtsumsatzes erst nach dem 24.
Dezember gemacht wird, zeigt auch der Trend bei den Geschenken. Bereits jeder zweite schenkt Gutscheine, auch Bargeld liegt öfter unter dem Weihnachtsbaum. Die Zahl der Geschenke bzw. der Beschenkten hat sich im Jahresvergleich nicht verändert. Am öftesten schenken die Österreicher Bücher, Gutscheine und Bekleidung. Insgesamt werden 48 Millionen Weihnachtsgeschenke verteilt.
Was am besten geht. Am besten verlief das Weihnachtsgeschäft in den ersten 20 Tagen im
Sportartikelhandel (+6 Prozent kalenderbereinigt), gefolgt von den Spielwaren (+3 Prozent) und den Schuhen (+1 Prozent). Der Lebensmitteleinzelhandel liegt derzeit auf Vorjahresniveau.
Schlusslicht bildet der Papier- und Buchhandel mit -6 Prozent; hier werde ein Großteil des Umsatzes traditionell aber erst in den letzen Tagen vor Weihnachten gemacht, so Voithofer. Wie im Vorjahr werden auch heuer LCD Fernseher, Playmobil, Lego sowie Silber- und
Stahlschmuck stark nachgefragt.
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Weihnachtsgeschäft
Unter Weihnachtsgeschäft wird der Mehrumsatz des Einzelhandels im Monat Dezember, also der zu-















