Der Bauernmarkt im Supermarkt mausert sich zum guten Geschäft
Regionalität als Umsatz-Trumpf: Schon mehr als 100 Bauernecken in Lebensmittel-Geschäften.

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Vielen wird sie schon aufgefallen sein, die Bauernecke mitten in einem Lebensmittelgeschäft. Vor fünf Jahren haben steirische Vertreter aus Landwirtschaft und Wirtschaft das Projekt "Gutes vom Bauernhof" ins Leben gerufen, mit dem einen Ziel: Die Nahversorger mit den Bauern zusammenzuspannen, um den Konsumenten im Geschäft regionale, frische Lebensmittel mit kurzen Lieferwegen anzubieten. "Mittlerweile gibt es in der Steiermark schon mehr als 100 Bauernecken bei Lebensmittelhändlern", erklärt Grete Reichsthaler, die über eine eigene Franchise-Firma diese Zusammenarbeit koordiniert.
Guter Umsatz. Das Geschäft läuft offenbar gut. Anfangs lag der monatliche Umsatz einer Bauernecke im Schnitt bei 2500 Euro, derzeit schon bei 4300 Euro. Bei den Top-Standorten sind es laut Reichsthaler sogar bis zu 25.000 Euro. Künftig soll dieses steirische Modell österreichweit Schule machen.
Win-Win-Win-Situation. Agrarlandesrat Hans Seitinger und Wirtschaftslandesrat Christian Buchmann sprechen daher von einer Win-Win-Win-Situation. Bauern würden profitieren, weil sie mit geringem Aufwand große Käuferschichten erreichen würden; Händler hätten den Vorteil, mehr Umsatz zu machen; der Kunde wisse, woher das Produkt komme und profitiere von der Frische; für die Umwelt seien die kurzen Transportwege ein Plus. Noch etwas ist laut Reichsthaler im Zuge der Teuerungsdebatte aufgefallen: "Wenn es um hochwertige Produkte aus der Region geht, rückt der Preis als Kaufargument bei vielen Kunden in den Hintergrund."














