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Zuletzt aktualisiert: 24.10.2008 um 13:04 UhrKommentare

Saubermacher will in Rumänien schrittweise wachsen

Das Rumänien-Engagement des steirischen Abfall-Dienstleisters Saubermacher soll langsam wachsen.

Foto © APA

In den beiden Städten in Siebenbürgen, Sibiu (Hermannstadt) und Sighisoara (Schäßburg) hat man bereits Beteiligungen und einer leistungsfähigen, EU-konformen Deponie. Ziel ist es, sich weiter lokal zu engagieren und auch einmal in der größeren Stadt Targu Mures einzusteigen, so Eigentümer Hans Roth bei einem Lokalaugenschein in Rumänien.

Investitionen. Trotz der internationalen Finanzkrise will sich Saubermacher vorerst nicht von Investitionen in die gesamte Infrastruktur des Unternehmens abschrecken lasse. Wie Roth gegenüber der APA erklärte, habe man an Investitionen in den kommenden drei Jahren bis zu 110 Millionen Euro in Österreich und in Osteuropa ins Auge gefasst. Wie viel man davon realisieren werde, hänge auch von der gesamtwirtschaftlichen Situation in Europa ab. "Es ist wahrscheinlich gut, ein Zeichen zu setzen", so Roth, allerdings könne man auch nicht sagen, wie die Lage schon nächste Woche sein werde.

Mehrheitsbeteiligung. In den beiden Städten in Zentral-Rumänien hat Saubermacher eine Mehrheitsbeteiligung von jeweils 51 Prozent an der Schuster Ecologic bzw. der Schuster Ecosal s.r.l., die von dem 52-jährigen Siebenbürger Deutschen Horst Schuster 1996 gegründet wurden. In Sibiu, der EU-Kulturhauptstadt 2007, wird bei rund 155.000 Einwohnern für etwa 40.000 Haushalte in der Stadt sowie in rund 24 Gemeinden die Sammlungs- und Entsorgungstätigkeit durchgeführt, dazu kommt noch die Straßenreinigung. 333 Mitarbeiter sorgten hier zuletzt für einen Umsatz von 3,5 Millionen Euro.

150 Mitarbeiter. In Sighisoara arbeiten bei der Saubermacher-Schuster Ecosal s.r.l. rund 150 Angestellte, die die Kommunalabfälle von rund 25.000 Haushalten in dem "siebenbürgischen Nürnberg" sammeln, entsorgen und zusätzlich die Straßenreinigung durchführen. Zuletzt wurde hier ein Umsatz von 1,9 Millionen Euro erzielt. Etwas außerhalb von Sighisoara wird eine isolierte Mülldeponie nach EU-Umweltvorschriften betrieben. Dies sei deshalb von Bedeutung, so der Saubermacher-Manager Zsigmond Vucic, weil es eine von fünf derartigen in ganz Rumänien ist. Alle anderen müssten in den Jahren 2009 bis 2012 geschlossen werden. Seitens der rumänischen Regierung sei vorgesehen, dass jeder der 41 Kreise des Staates eine solche Deponie betreibe.

Noch keine Mülltrennung. Derzeit wird von Saubermacher noch keine Mülltrennung durchgeführt, die entsprechende Infrastruktur müsse erst aufgebaut werden, auch wenn man schon auf der Deponie Sighisoara einen Versuch gestartet habe, etwa PET-Flaschen händisch zu trennen. Begonnen werde mit Altpapier, ansetzen wollen man auch in Schulen, um das entsprechende Bewusstsein bereits bei den Jugendlichen zu schaffen.


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