Energie Steiermark legt kein Anbot für albanische DSO
Unstimmigkeiten in Vorstandsetage wurden dementiert. Tschechischer Energiekonzern CEZ übernimmt 76 Prozent an albanischem Stromverteiler DSO um 120 Mio. Euro.
Man habe sich nach Analyse entschlossen, kein Anbot
zu legen, begründete am Dienstag ein Sprecher des
Landesenergieversorgers Energie Steiermark AG das Vorgehen seines
Unternehmens im Poker um den albanischen Stromverteiler DSO. Die
Anbotsfrist war am 29. September ausgelaufen, sowohl die Energie
Steiermark als auch die niederösterreichische EVN hatten sich
letztlich nicht am Match um die ausgeschriebenen 76 Prozent des
Stromverteilers beteiligt.
Zuschlag. Den Zuschlag erhielt der tschechische Energiekonzern CEZ, der mit
seinem Angebot in Höhe von 120 Mio. Euro den noch verbliebenen
Mitbewerber, die italienische Enel, ausgestochen hat. Es seien "wohlerwogene kaufmännische Gründe" gewesen, warum die
Energie Steiermark nach der Analyse kein Anbot abgegeben habe, so
Sprecher Urs Harnik-Lauris. Dass dafür auch der Umstand
verantwortlich sei, dass sich die beiden Vorstandsdirektoren
Karl-Franz Maier und Franz Kailbauer nicht auf eine gemeinsame
Strategie hätten einigen können, wie es zuletzt in Medienberichten
geheißen hatte, stimme nicht: "Das war ein normaler Bewertungs- und
Abwägungsvorgang. Das Unternehmen wurde angeschaut wie andere auch."
Dies sei keine "Dramatik".
Personelle Neuordnung. Die angeblichen Unstimmigkeiten in der Vorstandsetage der Energie
Steiermark haben im Hintergrund die bevorstehende personelle
Neuordnung sowie eine Diskussion über die Höhe der Gagen, für die
Eigentümervertreter LH Franz Voves (S) eine Deckelung mit dem
Landeshauptmann-Gehalt vorgegeben hat: Eine Neuausschreibung beider
Vorstände steht bevor, Maier und Kailbauer, deren Verträge im Juli
2009 auslaufen, haben bekundet, nicht mehr zur Verfügung zu stehen.














